âNokia fĂŒhrt Europas Regierungen auf Kosten der BeschĂ€ftigten an der Nase herum. Der Konzern zockt auf Grundlage der unseligen innereuropĂ€ischen Standortkonkurrenz um Fördermillionen, drĂŒckt die Löhne der BeschĂ€ftigten, um nun die Handyproduktion völlig aus Europa abzuziehen. Die europĂ€ischen Subventionen dienten einzig und allein der Profitmaximierung von Nokia. So werden keine dauerhaften ArbeitsplĂ€tze geschaffen, sondern wie 2008 in Bochum trotz guter Bilanzen Standorte geschlossen und ArbeitsplĂ€tze vernichtetâ, erklĂ€rt Sevim Dagdelen, Sprecherin fĂŒr internationale Beziehungen der Fraktion DIE LINKE, zur SchlieĂung der Fabrik des Handy-Herstellers Nokia in RumĂ€nien nach nur knapp drei Jahren. Dagdelen weiter:
â88 Millionen Euro Subventionen hatte Nokia fĂŒr den Bau des Werkes erhalten und einen Rekordgewinn von 7,2 Milliarden Euro vorweisen können. Trotzdem verlieĂ Nokia auf der Suche nach mehr Profit Bochum im Jahr 2008 Richtung RumĂ€nien. Nach drei Jahren Abzocke und Ausbeutung will Nokia nun den Standort in RumĂ€nien wieder aufgeben. Opfer waren damals die Bochumer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die fĂŒr Nokia riesige Gewinne erwirtschafteten. Heute sind es die BeschĂ€ftigten in RumĂ€nien, die erst unter Landesdurchschnitt bezahlt wurden und nun auch noch arbeitslos werden.
Nokias Probleme mit seiner Handysparte beruhen auf Managementfehlern und verschlafenen Entwicklungen. Die Politik darf nicht zulassen, dass dies nun auf dem RĂŒcken der BeschĂ€ftigten ausgetragen wird. Die öffentlichen Gelder mĂŒssen zur Schaffung von dauerhaften ArbeitsplĂ€tzen verwendet werden. Wir brauchen endlich Gesetze, die es Unternehmen verbieten, Standorte zu schlieĂen und massenhaft ArbeitsplĂ€tze zu vernichten, obwohl sie hohe Profite machen.â


