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Börsenabsturz zeigt: HÀndchenhalten mit Sarkozy ist nur teuer

18. August 2011  Allgemein

„Das HĂ€ndchenhalten von Kanzlerin Merkel mit dem französischen PrĂ€sidenten dĂŒrfte zum teuersten Staatsbesuch aller Zeiten werden“, erklĂ€rt der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Ulrich Maurer, angesichts der neuerlichen Talfahrt der Börsenkurse. „Die MĂ€rkte haben das Staatsschauspiel von Merkel und Sarkozy durchschaut. Den Zockern und Spekulanten droht keine Gefahr von deren Scheinlösungen und AnkĂŒndigungspolitik. Sie setzen ihr verhĂ€ngnisvolles Treiben unvermindert fort.“ Maurer weiter:

„Die beiden selbsternannten KerneuropĂ€er haben die finanzielle Kernschmelze nicht mal zwei Tage aufgehalten. Das lange Nichtstun der Kanzlerin hat die Krise schon verschĂ€rft. Der Anschein des Tuns, der nun versucht wurde zu erwecken, potenziert das Versagen. Die Kanzlerin redet ĂŒber eine europĂ€ische Wirtschaftsregierung und meint nicht die Herstellung eines wirtschaftlichen Gleichgewichts in Europa, sondern ein weiteres undemokratisches Gebilde. Die Kanzlerin spricht von einer Finanztransaktionssteuer und hat vergessen, dies dem Koalitionspartner mitzuteilen. Die Kanzlerin verheißt StabilitĂ€t und meint mit der Schuldenbremse weiteren Sozialabbau.

Andreas Morlok  / pixelio.de

Andreas Morlok / pixelio.de

Merkel und Sarkozy sind beinahe alles schuldig geblieben, was die FinanzmĂ€rkte wirklich das FĂŒrchten gelehrt hĂ€tte. Keine Eurobonds, keine BekĂ€mpfung der Schulden durch Abschöpfung der großen Vermögen, keine Maßnahmen zur Regulierung, keine Lösung der öffentlichen Finanzierung vom Diktat der FinanzmĂ€rkte. Sie sind die Paten der nĂ€chsten Krisenwellen, die durch Europa und die Welt laufen werden.“

Mehdorn wird Air-Berlin-Chef

18. August 2011  Allgemein

Mehdorn wird als Air-Berlin-Chef die verfehlte Verkehrspolitik fortsetzen, mit der er die Bahn ins Verderben gefĂŒhrt hat

 	Heike  / pixelio.de

Heike / pixelio.de

„Hier geht es nicht nur um eine bezeichnende Personalentscheidung einer Airline. Der Vorstandswechsel bei Air Berlin beleuchtet eher ein strukturelles Problem der Bahn: Unter den Ex-Daimler–, Ex-Airbus- und Ex-EADS-Managern Heinz DĂŒrr, Hartmut Mehdorn und RĂŒdiger Grube stagnierte der Schienenfernverkehr, wĂ€hrend der Inlandsflugverkehr um gut 70 Prozent gesteigert wurde“, so Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum neuen Job von Hartmut Mehdorn als Air-Berlin-Chef. Leidig weiter:

„Auch das Projekt Stuttgart 21, das von Mehdorn 2001 neu zum Leben erweckt wurde und jetzt von Grube mit Brachialgewalt durchgesetzt werden soll, ist nicht zuletzt ein weiteres Vorhaben, den ICE als Zubringer fĂŒr den Flugverkehr einzusetzen.

Hartmut Mehdorn kam von Airbus zur Bahn und betrieb als Bahnchef bereits das Business der Luftfahrtindustrie: Die Kappung des Schienennetzes, den Versuch, das ‚Hub & Spoke-System‘ des Flugverkehrs der Schiene ĂŒberzustĂŒlpen sowie die Initiative, den Flughafen Tempelhof offen zu halten. Jetzt will er konsequenterweise als Air Berlin-Chef das billige und unökologische Kurzstrecken-Fliegen promoten.

Notwendig ist eine grundsĂ€tzlich andere Verkehrs- und Bahnpolitik. Und die beginnt auf der Ebene des Top-Personals.“

Leserbrief

05. August 2011  Allgemein

Leserbrief zum Kommentar „Auf eine Karte“ von K.Köster

Dankenswerter Weise stellt Herr Köster fest, dass die ENBW mit ihrem Atom-Kurs unvertretbare Risiken eingegangen ist. Die Aussage die ENBW habe zu lange auf die billige Atomkraft gesetzt sollte allerdings konkretisiert werden. Die Firma hat auf die fĂŒr sie billige Atomkraft gesetzt. Der Staat und damit die Allgemeinheit hat zur Entwicklung und UnterstĂŒtzung der Atomkraft alle Kosten ĂŒbernommen. Dazu kommt noch die Entsorgung und Endlagerung des ganzen MĂŒlls sowie der Anlagen selbst. Rechnet man diese Abermilliarden dazu, geht die Rechnung fĂŒr die Allgemeinheit schon gar nicht auf.

Auch die unbeteiligten Arbeitnehmer sollen nun mit ihrer Existenz fĂŒr die falsche Politik haften.

Alle Parteien – außer der Partei die Linke – haben fĂŒr mehr oder weniger lange VerlĂ€ngerung der Laufzeiten gestimmt.

Aus dem ganzen Desaster hÀtte man zumindest jetzt lernen können. Aber Nein!

Es geht weiter wie gehabt mit Neckarwestheim II.

Das allerwichtigste an der Geschichte ist aber nicht die Unwirtschaftlichkeit der Atomkraft, sondern die GefĂ€hrdung der Menschen. Die NĂ€chsten 12 Jahre werden wir BĂŒrgerinnen und BĂŒrger tagtĂ€glich einem untragbaren Risiko ausgesetzt.

Das wollen wir nicht!

Deshalb gehe ich am 13. August nach Neckarwestheim und demonstriere fĂŒr die sofortige Abschaltung.