âDas HĂ€ndchenhalten von Kanzlerin Merkel mit dem französischen PrĂ€sidenten dĂŒrfte zum teuersten Staatsbesuch aller Zeiten werdenâ, erklĂ€rt der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Ulrich Maurer, angesichts der neuerlichen Talfahrt der Börsenkurse. âDie MĂ€rkte haben das Staatsschauspiel von Merkel und Sarkozy durchschaut. Den Zockern und Spekulanten droht keine Gefahr von deren Scheinlösungen und AnkĂŒndigungspolitik. Sie setzen ihr verhĂ€ngnisvolles Treiben unvermindert fort.â Maurer weiter:
âDie beiden selbsternannten KerneuropĂ€er haben die finanzielle Kernschmelze nicht mal zwei Tage aufgehalten. Das lange Nichtstun der Kanzlerin hat die Krise schon verschĂ€rft. Der Anschein des Tuns, der nun versucht wurde zu erwecken, potenziert das Versagen. Die Kanzlerin redet ĂŒber eine europĂ€ische Wirtschaftsregierung und meint nicht die Herstellung eines wirtschaftlichen Gleichgewichts in Europa, sondern ein weiteres undemokratisches Gebilde. Die Kanzlerin spricht von einer Finanztransaktionssteuer und hat vergessen, dies dem Koalitionspartner mitzuteilen. Die Kanzlerin verheiĂt StabilitĂ€t und meint mit der Schuldenbremse weiteren Sozialabbau.
Merkel und Sarkozy sind beinahe alles schuldig geblieben, was die FinanzmĂ€rkte wirklich das FĂŒrchten gelehrt hĂ€tte. Keine Eurobonds, keine BekĂ€mpfung der Schulden durch Abschöpfung der groĂen Vermögen, keine MaĂnahmen zur Regulierung, keine Lösung der öffentlichen Finanzierung vom Diktat der FinanzmĂ€rkte. Sie sind die Paten der nĂ€chsten Krisenwellen, die durch Europa und die Welt laufen werden.â

