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Im Politiktheater bleibt fĂŒr Versicherte und Patienten alles beim Alten

07. Februar 2011  Allgemein
Thorben Wengert / pixelio.de

Thorben Wengert / pixelio.de

„Die Zweiklassenbehandlung zwischen privat und gesetzlich Versicherten muss ein Ende haben. Die VorschlĂ€ge der SPD, Ärzten und KrankenhĂ€usern mit Geldstrafen zu drohen, sind dafĂŒr ungeeignet. Das ist nur schlechtes Politiktheater. Wenn man die Zweiklassen-Medizin abschaffen will, muss man die privaten Vollversicherungen abschaffen“, erklĂ€rt Martina Bunge zum Gesetzentwurf der SPD zur medizinischen Versorgung. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Der Vorschlag der SPD, KassenĂ€rzte zu bestrafen, ist praktisch gar nicht umsetzbar und somit heiße Luft. Die KrankenhĂ€user finanziell zu belasten, verschlechtert die Versorgung und verbessert nichts. Wenn man die Zweiklassenmedizin nicht will, muss man an die Wurzel der Ungleichbehandlung und die privaten Krankenvollversicherungen abschaffen. Das wĂ€re konsequent. Aber offensichtlich geht es der SPD nicht um gute Gesundheitspolitik, sondern um Bodengewinn im populistischen Wettlauf mit der CDU. Was aber bei der Gesundheitspolitik einer großen Koalition fĂŒr die Versorgung der Menschen herauskommt, haben Patienten und Versicherte lange genug sehen können: eingeschrĂ€nkte Kassenleistungen, ZusatzbeitrĂ€ge und sonst gar nichts.“

Deutsche Kriegsbeteiligung in Afghanistan stoppen

29. Januar 2011  Allgemein
Templermeister / pixelio.de

Templermeister / pixelio.de

Michael Schlecht, MdB – Chefvolkswirt Fraktion DIE LINKE –
Gewerkschaftspolitischer Sprecher im Parteivorstand DIE LINKE

Heute, am 28. Januar wurde im Bundestag in namentlicher Abstimmung ĂŒber die Fortsetzung der deutschen Beteiligung am Krieg in Afghanistanentschieden. Die Fraktion DIE LINKE, natĂŒrlich auch ich, haben mit Nein gestimmt.

„MilitĂ€risch ist der Konflikt in Afghanistan nicht zu lösen.“ So in dem im Dezember 2010 von der Bundesregierung veröffentlichten „Fortschrittsbericht Afghanistan“. Und weiter: „Die stetig wachsende MilitĂ€rprĂ€senz hat bisher nicht zu einer signifikanten und nachhaltigen Verbesserung der Sicherheitslage gefĂŒhrt.“

Trotzdem will die Bundesregierung das ISAF-Mandat und damit den Krieg in Afghanistan ein weiteres Mal verlĂ€ngern. Das Mandat leitet keinen Abzug ein, sondern fördert eine Intensivierung der Kampfhandlungen. Nicht einmal die Perspektive eines möglichen (Teil-)Abzugs wird konkretisiert. Die Bundesregierung hĂ€lt mit einem neuen Mandat am alten Kurs, an den alten Fehlern fest. Die Verlegung von schwerem KriegsgerĂ€t (Panzer und Artillerie) sowie die Planungen fĂŒr die Verlegung von Tiger-Kampfhubschraubern 2012 zeigen, dass auch in Zukunft in erster Linie auf die militĂ€rische Karte gesetzt werden soll. Mit der absehbaren Erweiterung des ISAF-Mandats auf die militĂ€rische Überwachung des afghanischen Luftraums durch AWACS-Flugzeuge ist in den nĂ€chsten Monaten zudem noch mit einer personellen Ausweitung des Bundeswehrkontingents zu rechnen.

Damit wĂŒrde der Krieg in Afghanistan bald in seine zweite Dekade gehen und lĂ€nger dauern als die sowjetische Besetzung Afghanistans oder der Vietnam-Krieg. Dass die Bundesregierung auch weit ĂŒber 2014 in Afghanistan militĂ€rische PrĂ€senz der Bundeswehr anstrebt, wird auch im“Fortschrittsbericht“ hervorgehoben. .

DIE LINKE schlÀgt vor:

Erstens: Die Bundeswehr muss unverzĂŒglich aus Afghanistan abgezogen werden. Nur wenn die Waffen schweigen, kann das Land tatsĂ€chlich aufgebaut werden. Der Abzug der Bundeswehr sollte umgehend, das heißt ohne schuldhaftes Verzögern, beginnen. Er ist an keine Vorbedingungen zu knĂŒpfen. Ab sofort wird die Bundeswehr nicht mehr an KampfeinsĂ€tzen teilnehmen. Die SpezialkrĂ€fte (KSK, Task Force 47 und andere) stellen sofort ihre Arbeit ein und werden innerhalb eines Monats komplett aus Afghanistan zurĂŒckgezogen.

Zweitens: Die Bundesrepublik Deutschland sollte zivile, selbstbestimmte Strukturen in Afghanistan unterstĂŒtzen! Eine maßgebliche Teilhabe der Bevölkerung ist die wichtigste Voraussetzung fĂŒr einen friedlichen Entwicklungsweg. Dazu gehört, neben dem sofortigen Ende der militĂ€rische Intervention, Nachhaltigkeit im Kampf gegen Hunger, Armut, Gewalt und Unterentwicklung. Dazu gehören ebenso Selbstbestimmung und die Beendigung der Bevormundung. Ab dem 30. September 2011 befĂ€nde sich kein Bundeswehrsoldat mehr in Afghanistan.

Drittens: Der Wiederaufbau ist auch nach dem Abzug der Bundeswehr finanziell und personell zu unterstĂŒtzen; Gelder sind vom Krieg in die Förderung des Friedens umzuleiten. Deutschland wird keine Ausbildungshilfe fĂŒr Polizei und MilitĂ€r leisten, die zur Flankierung von MilitĂ€reinsĂ€tzen afghanischen Polizei bestĂ€rken. Eine strikte Trennung von MilitĂ€r und zivilen Aufbaumaßnahmen ist unverzichtbar.

Rede von Gregor Gysi „Bahn wird immer ein ZuschußgeschĂ€ft sein“

23. Januar 2011  Allgemein

Rede Gregor Gysi

Rede im Bundestag am 21.01.2011: MobilitĂ€t ist ein Grundrecht. Wir alle sind verpflichtet, es zu verwirklichen Sie mĂŒssen lernen, ĂŒber die Bahn völlig anders zu denken und sie endlich dem Gemeinwohl unterzuordnen.