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Krankenhauskeime wirksam bekÀmpfen

18. Januar 2011  Allgemein
Gerd Altmann / pixelio.de

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„Um die unhaltbaren ZustĂ€nde in unseren KrankenhĂ€usern zu beseitigen, brauchen wir ausgebildetes Fachpersonal fĂŒr Hygiene, genĂŒgend Personal fĂŒr eine gute und vor allem sorgfĂ€ltige Arbeit, einen besseren Umgang mit Antibiotika und endlich eine strengere Meldepflicht bei Infektionen“, so Martina Bunge angesichts der Tatsache, dass in Deutschland mehr Menschen an Krankenhauskeimen sterben als an den Folgen von VerkehrsunfĂ€llen, illegalen Drogen, AIDS und Selbsttötungen zusammen. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE fĂ€hrt fort:

„Bereits vor Jahren hat DIE LINKE einen Antrag zur Krankenhaushygiene eingebracht, der von der CDU/CSU in der Regierung als unnötig abgeschmettert wurde. Plötzlich werden alle aktiv, leider ohne NĂ€gel mit Köpfen zu machen. DIE LINKE wird nun erneut einen Antrag einreichen, der umfassende Maßnahmen zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen fordert. Es muss ein Ende haben, dass tĂ€glich bis zu 100 Menschen wegen mangelnder Krankenhaushygiene sterben.

Die von der Kommission fĂŒr Krankenhaushygiene beim Robert-Koch-Institut aufgestellten Richtlinien mĂŒssen flĂ€chendeckend umgesetzt werden. Da helfen keine Appelle, sondern bundeseinheitliche, wirksame Sanktionen, damit die Richtlinien auch eingehalten werden.

Die Forderung nach einem Hygienesiegel entspricht der schwarz-gelben Logik: Die Verantwortung wird beim BĂŒrger abgeladen. Wer kĂŒnftig in das falsche Krankenhaus geht, ist selbst schuld. DIE LINKE fordert: Alle KrankenhĂ€user mĂŒssen sicher sein.“

Die Kanzlerin spaltet Europa

18. Januar 2011  Allgemein
Gerd Altmann / pixelio.de

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„Statt sich klar und unmissverstĂ€ndlich zum Euro zu bekennen, fĂŒhrt die Kanzlerin ein schĂ€biges Hin und Her auf und stranguliert die von der Euro-Krise besonders betroffenen LĂ€nder“, erklĂ€rt Barbara Höll, Mitglied des Vorstandes und steuerpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum Treffen der EU-Finanzminister. „Die Kanzlerin wird immer mehr zur grĂ¶ĂŸten Gefahr fĂŒr Europa, weil sie sich ihr Handeln direkt von den FinanzmĂ€rkten diktieren lĂ€sst.“ Höll weiter:

„Die Verordnung von Sparpaketen, die Ausweitung von Schuldenbremse und Agenda 2010 auf ganz Europa sprengen Europa wirtschaftlich, sozial und politisch. Der Rettungsring Ă  la Merkel zieht die Euro-Zone unter Wasser. Die Bevölkerungsmehrheit in Europa soll fĂŒr die Euro-Rettung haften, die Banken werden weiter gefĂŒttert.

Die Bundesregierung darf einer gemeinsamen Koordinierung der Wirtschaftspolitik nicht lĂ€nger im Weg stehen. Erste Voraussetzung dafĂŒr ist, dass Deutschland beim Abbau der wirtschaftlichen Ungleichgewichte vorangeht. Dazu gehören vor allem höhere Löhne einschließlich eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland und eine Verpflichtung auf ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht der EU-Mitgliedsstaaten, um die deutsche Binnenwirtschaft zu stĂ€rken und die Auslandsverschuldung der Euro-Partner zu reduzieren. DarĂŒber hinaus muss endlich, wie Frau Merkel damals selbst gefordert hat, eine Finanztransaktionsteuer eingefĂŒhrt werden, um die Spekulation bereits im Keim zu ersticken.

Um den bedrohten LĂ€ndern zu helfen, den Zinswucher der Banken auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zu beenden und zugleich den Spekulanten Sand ins Getriebe zu werfen, muss die Bundesregierung ihren Widerstand gegen Euroanleihen aufgeben und einer EuropĂ€ischen Bank fĂŒr öffentliche Anleihen im begrenzten Umfang auch direkte Kredite an Krisenstaaten ermöglichen.“

Wirtschaftswunder bleibt aus

12. Januar 2011  Allgemein

Gerd Altmann / pixelio.de

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„Ein Wirtschaftswunder sieht anders aus. Die Aussichten fĂŒr 2011 sind nicht gut, weil die Bundesregierung die anderen LĂ€nder Europas zu unverantwortlichen Sparorgien zwingt und sich einer StĂ€rkung der deutschen Binnenwirtschaft verweigert“, so Sahra Wagenknecht zur Veröffentlichung der Zahlen fĂŒr das Bruttoinlandprodukt 2010. Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Die Gefahren fĂŒr die konjunkturelle Entwicklung in 2011 sind groß. DafĂŒr ist die Bundesregierung verantwortlich. Die von ihr in fast allen europĂ€ischen LĂ€ndern erzwungenen Sparprogramme werden erst 2011 ihre volle destruktive Wirkung entfalten – auch in Deutschland. Dazu kommt, dass die Bundesregierung den BĂŒrgern in diesem Jahr durch die steigenden BeitrĂ€ge fĂŒr Krankenkasse und Arbeitslosenversicherung mehr Netto vom Brutto wegnimmt. Der Bund der Steuerzahler hat ausgerechnet, dass darunter insbesondere Geringverdiener leiden. Das ‚Jobwunder’ ist ein Aufschwung der prekĂ€ren BeschĂ€ftigung, besonders in der Leiharbeitsbranche. Das alles ist schlecht fĂŒr die Binnenwirtschaft. Aber genau diese mĂŒsste jetzt gestĂ€rkt werden – im Interesse der deutschen Bevölkerung und eines außenwirtschaftlichen Gleichgewichts in Europa.

Daher brauchen wir einen gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro. Deshalb muss die Trickserei beim Arbeitslosengeld II aufhören. Der Regelsatz muss auf 500 Euro angehoben werden. Deshalb brauchen wir öffentliche Milliardeninvestitionen in Bildung, ökologische Modernisierung und öffentliche Dienstleistungen, die durch eine MillionĂ€rssteuer finanziert werden können.“