„Um die unhaltbaren ZustĂ€nde in unseren KrankenhĂ€usern zu beseitigen, brauchen wir ausgebildetes Fachpersonal fĂŒr Hygiene, genĂŒgend Personal fĂŒr eine gute und vor allem sorgfĂ€ltige Arbeit, einen besseren Umgang mit Antibiotika und endlich eine strengere Meldepflicht bei Infektionen“, so Martina Bunge angesichts der Tatsache, dass in Deutschland mehr Menschen an Krankenhauskeimen sterben als an den Folgen von VerkehrsunfĂ€llen, illegalen Drogen, AIDS und Selbsttötungen zusammen. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE fĂ€hrt fort:
„Bereits vor Jahren hat DIE LINKE einen Antrag zur Krankenhaushygiene eingebracht, der von der CDU/CSU in der Regierung als unnötig abgeschmettert wurde. Plötzlich werden alle aktiv, leider ohne NĂ€gel mit Köpfen zu machen. DIE LINKE wird nun erneut einen Antrag einreichen, der umfassende MaĂnahmen zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen fordert. Es muss ein Ende haben, dass tĂ€glich bis zu 100 Menschen wegen mangelnder Krankenhaushygiene sterben.
Die von der Kommission fĂŒr Krankenhaushygiene beim Robert-Koch-Institut aufgestellten Richtlinien mĂŒssen flĂ€chendeckend umgesetzt werden. Da helfen keine Appelle, sondern bundeseinheitliche, wirksame Sanktionen, damit die Richtlinien auch eingehalten werden.
Die Forderung nach einem Hygienesiegel entspricht der schwarz-gelben Logik: Die Verantwortung wird beim BĂŒrger abgeladen. Wer kĂŒnftig in das falsche Krankenhaus geht, ist selbst schuld. DIE LINKE fordert: Alle KrankenhĂ€user mĂŒssen sicher sein.“


