AnlĂ€sslich des Beschlusses im Umweltausschuss, eine Gedenkveranstaltung zu „25 Jahre Tschernobyl“ durchzufĂŒhren, erklĂ€ren der atompolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Marco BĂŒlow, MdB, die energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, DorothĂ©e Menzner, MdB, und die Obfrau im Umweltausschuss von BĂNDNIS 90/DIE GRĂNEN, Dorothea Steiner, MdB:
„Die Regierungsfraktionen haben es abgelehnt, im Umweltausschuss eine geplante Veranstaltung zu ’25 Jahre Tschernobyl‘ öffentlich durchzufĂŒhren. Damit bekommen die eingeladenen GĂ€ste, u. a. ehrenamtlich tĂ€tige Initiativen, Fachleute und Zeitzeugen, keine Chance, ihr Engagement der Ăffentlichkeit zu prĂ€sentieren. Das ist ein Schlag ins Gesicht der vielen Menschen, die sich seit 25 Jahren darum bemĂŒhen, die gesundheitlichen und materiellen SchĂ€den zu mildern, die die Menschen in der Region Tschernobyl erlitten haben und bis heute erleiden.
Die Oppositionsfraktionen verurteilen diese Entscheidung als instinktlos und werfen der Koalition vor, mit dieser Strategie die Erinnerung an Tschernobyl ausblenden zu wollen. Solange aber in Deutschland Atomkraftwerke laufen, deren Laufzeit nun noch verlĂ€ngert wurde, darf nicht vergessen werden, dass diese Technologie nicht beherrschbar ist. Durch den GAU von Tschernobyl wurden bis heute unsagbares Leid, ernorme ökologische Folgen verursacht und ganze Landstriche verödet.“


