DIE LINKE und Bündnispartner gedenken am 80. Jahrestag des Überfalls Nazideutschlands auf die Sowjetunion am 22. Juni 2021 auf dem Russischen Friedhof in Pleidelsheim.

25. Juni 2021  Allgemein

 
Die Kreisverbände der Parteien DIE LINKE. Heilbronn und Ludwigsburg hatten mit einem Bündnis, bestehend aus DGB, ver.di, DFG-VK, VVN-BDA und dem Museum Synagoge Affaltrach aufgerufen. 
Herr Thomas Stietzel aus Pleidelsheim überbrachte die Grüße von Herrn Bürgermeister Trettner, der urlaubsbedingt verhindert war. Er bedankte sich im Namen der Gemeinde Pleidelsheim bei allen die sich an der Grabpflege beteiligten. Der Friedhof ist heute noch, dank der Pflege von Mitgliedern der Feuerwehr Stuttgart, der Anne-Frank-Realschule in Marbach und nicht zuletzt der Gemeinde Pleidelsheim, in einem sehr guten Zustand. Bei den Toten handelt es sich um Zwangsarbeiter die während der Nazizeit ins “Deutsche Reich” verschleppt wurden. Nach der kurzen geschichtlichen Beschreibung zum Friedhof durch Herrn Stietzel, der einige Jahre an der Marbacher Realschule mit Schülern die Grabpflege machte, übernahm Herr Heinz Deininger vom Museum Synagoge Affaltrach die Moderation. Er spannte einen Bogen von der damaligen Zeit bis zur heutigen politischen Situation. Er verwies unter anderem auf die 27 Millionen Toten der damaligen Völker der Sowjetunion, die die Hauptlast des 2. Weltkrieges zu tragen hatten. Er beschrieb auch weshalb heute noch in Russland der Sieg über Nazideutschland für die nachfolgenden Generationen ein so wichtiges Ereignis ist. Lothar Letsche von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, erinnerte in seinem Beitrag an die Achse: Berlin-Rom-Tokio und daran, dass sich die Achsenmacht Deutschland schon 1933 auf Angriffskriege vorbereitete. “Ein Verbrechen war der Überfall auf die Sowjetunion” zitierte er Bundespräsident Steinmeier und weiter: “Vom ersten Tage an war der deutsche Feldzug getrieben von Hass, von Antisemitismus und Antibolschewismuss, von Rassenwahn gegen die slawischen und asiatischen Völker der Sowjetunion.” Die Bundestagskandidatin der LINKEN im Wahlkreis Neckar-Zaber Emma Weber, deren Eltern russland-deutscher Abstammung sind, beendete mit der Übersetzung eines russischen Gedichtes (“Wart auf mich”) die Gedenkstunde, bevor zum Abschluss durch DIE LINKE eine Blumenschale und vom ebenfalls anwesenden Alexander Stepanov, Konsul vom russischen Konsulat aus Frankfurt, Blumen niedergelegt wurden.  
 
Auf der Internetseite der Gemeinde Pleidelsheim (www.pleidelsheim.de) unter ”Tourismus / Pleidelsheim entdecken/Zwangsarbeiter… ” können weitere Informationen über die Geschichte des Russischen Friedhofes abgerufen werden.

Pflege-Kampagne

13. August 2020  Allgemein

Heute war ich beim Infostand der Katholischen-Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Bietigheim. Die KAB startete heute ihre Pflege-Kampagne begleitet von einer Unterschriftensammlung für die Petition: Pflege braucht Zukunft Politik braucht Druck! An ihrem Infostand am Kronenplatz wurde die Öffentlichkeit über die zum Teil untragbaren Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und die zunehmende Vermarktung der Pflegeleistungen informiert. Ich unterstütze die KAB-Kritik, dass Pflegebedürftige zunehmend zu “Kunden” auf einem Markt der Pflegeleistungen werden. Pflege ist keine Wahre.

“DIE LINKE stehen solidarisch an der Seite der Pflegenden und auch der Pflegebedürftigen. Der Kampf für eine flächendeckende Tarifbindung schafft die Voraussetzung dafür, die Arbeitsbedingungen in der Altenpflege nachhaltig zu verbessern.
Die Altenpflege darf nicht als ein profitorientiertes Geschäftsfeld behandelt werden. Sie ist ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge. Selbstverständlich dürfen die Mehrkosten einer fairen Bezahlung nicht auf die Pflegebedürftigen abgewälzt werden. Deshalb fordern wir eine solidarisch finanzierte Pflegevollversicherung: Alle Einkommen werden zur Finanzierung herangezogen, alle Leistungen werden übernommen.“

Svenja Gruß, KAB-Diözesansekretärin und Walter Kubach

20. Juli 2020  Allgemein

Am 20.Juli 2020 war ich auf der Schillerhöhe in Marbach und habe mir die sogenannte “Mahnwache für den Frieden” angeschaut. Damit ich nicht auch für einen Impf- und Maskenkritiker gehalten werde hatte ich eine Maske auf und hielt mein Schild in die Höhe. Erstaunlich war schon, wie einige Menschen, die ich noch kurz vor der Pandemie politisch auf meiner Wellenlänge verortet hatte plötzlich vollkommen abgedreht sind und behaupten, die Coronakrise wäre eine reine Erfindung von irgendwelchen Mächten und nicht gefährlicher als eine normal Grippewelle.

Walter Kubach