Author Archiv

Armutsbericht ist Armutszeugnis fĂŒr die Bundesregierung

21. Dezember 2011  Allgemein

Diana Golze

„Was Gerhard Schröder mit der Agenda 2010 auf den Weg gebracht hat, funktioniert auf geradezu perverse Weise. Armut hat sich in Deutschland als MassenphĂ€nomen verfestigt. Und die jetzige Bundesregierung unternimmt nicht nur nichts dagegen, sie verschĂ€rft das Problem noch durch ihre Un-Sozialpolitik. Mit seinem Armutsbericht stellt der ParitĂ€tische Gesamtverband der Bundesregierung deshalb völlig zu Recht ein Armutszeugnis aus. Richtig ist auch die Schlussfolgerung des Verbands: Nur wer die Verteilungsfrage stellt, kann Armut wirkungsvoll bekĂ€mpfen. Es ist an der Zeit fĂŒr einen Politikwechsel hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit“, erklĂ€rt Diana Golze, Leiterin des Arbeitskreises „Arbeit, Soziales, Gesundheit“ der Fraktion DIE LINKE, anlĂ€sslich der Vorstellung der Berichte des ParitĂ€tischen Gesamtverbands zur Armutsentwicklung und sozialpolitischen Halbzeitbilanz der Bundesregierung. Golze weiter:

Gerd Altmann  / pixelio.de

Gerd Altmann / pixelio.de

„Wie der ParitĂ€tische belegt, hat sich die Armut in Deutschland inzwischen so weit verfestigt, dass sie selbst bei guter Konjunktur nicht mehr abnimmt. Die Politik der Bundesregierung verschĂ€rft das Problem: Der Verzicht auf einen anstĂ€ndigen flĂ€chendeckenden gesetzlichen Mindestlohn, die unzureichende RegelsĂ€tze bei Hartz IV, der Kahlschlag bei der Arbeitsförderung und das bĂŒrokratische und ineffektive sogenannte Bildungs- und Teilhabepaket sind nur einige Beispiele dafĂŒr. Ein Programm gegen Armut und soziale Ausgrenzung sieht anders aus.

Die Bundesregierung trĂ€gt zur VerschĂ€rfung der sozialen Ungleichheit bei. UrsĂ€chlich fĂŒr diese Fehlentwicklung ist die politisch geduldete Umverteilung von unten nach oben. Das Deutsche Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung hat vor wenigen Wochen in einer Stellungnahme fĂŒr den Ausschuss fĂŒr Arbeit und Soziales ausgefĂŒhrt: ‚Ein großer Teil des Wirtschaftswachstums der letzten 10 Jahre (ist) bei den reichsten 10 Prozent der Bevölkerung gelandet und davon vermutlich wiederum ein beachtlicher Teil bei den reichsten 1 Prozent.‘ Dieser Prozess muss umgehend gestoppt werden –  durch ein gerechteres Steuersystem, höhere Löhne und höhere Sozialleistungen. Es ist an der Zeit, den Kampf gegen die Armut aufzunehmen.“

Merkel und Sarkozy bahnen den FinanzmÀrkten gegen die Demokratie den Weg

09. Dezember 2011  Allgemein

Thomas Nord

„Die Entscheidungen des EuropĂ€ischen Rates sind der Versuch, endgĂŒltig
die FinanzmĂ€rkte ĂŒber das Schicksal Europas und seiner souverĂ€nen Völker entscheiden zu lassen“, kritisieren Thomas Nord, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag und Jean-Pierre Brard; Abgeordneter der Linksfront in der französischen Nationalversammlung, beide auch Mitglieder der bilateralen Arbeitsgruppe der Französischen Nationalversammlung und des Deutschen Bundestages zur Krise, die drohende feindliche Übernahme der Demokratien durch die FinanzmĂ€rkte.

rudolf ortner  / pixelio.de

rudolf ortner / pixelio.de

„Die unheilige Allianz von Frau Merkel und Herrn Sarkozy gegen die
Bevölkerungen ist inakzeptabel. Die Zwangsvorstellung, um jeden Preis das
Vertrauen der MĂ€rkte zu gewinnen, ist das Ende jeder politischen Vision
fĂŒr Europa. Dieses Opfer der VolkssouverĂ€nitĂ€t auf dem Altar der
deutsch-französischen Doppelherrschaft ist nicht nur unannehmbar, sondern auch ein Anschlag auf die Verfassungen in Deutschland und Frankreich.
Die Entscheidungen des EU-Gipfels werden die Krise nicht lösen, sondern
verschlimmern. Die verfassungsvertraglich verordnete AusteritÀtspolitik riskiert eine gravierende soziale Krise und das Anwachsen eines
rechtsextremen Populismus in Europa. Die zentrale Frage, die gestellt
werden muss, ist dagegen die einer anderen Verteilung des
gesellschaftlichen Reichtums zwischen BeschÀftigten und Kapital.
Dagegen mĂŒssen jetzt umgehend die Menschen ins Zentrum der politischen  Entscheidungen gestellt werden, um ihnen zu ermöglichen, sich in einem Referendum gegen die Entdemokratisierung, die die Zukunft bedroht, zur Wehr zu setzen.“

KostenvortÀuschung

19. November 2011  Allgemein