âEine Kapitaldeckung löst die derzeitigen Probleme der Pflege nicht: FachkrĂ€ftemangel, chronische Unterfinanzierung der Pflegeversicherung und ein zu enger Pflegebegriff sind so nicht zu beseitigen. Wer im Angesicht einer drohenden Euro-Krise und einem Fast-Bankrott der USA ernsthaft die Kapitaldeckung in der Pflege einfordert, macht sie zum Spielball der KapitalmĂ€rkte. Das ist ein verhĂ€ngnisvoller Irrweg und das genaue Gegenteil von dem, was in der Pflege gebraucht wird: VerlĂ€sslichkeit, MenschenwĂŒrde, SolidaritĂ€tâ, kommentiert Kathrin Senger-SchĂ€fer das aktuelle Unionsmanifest zur Pflegereform. Die pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:
âDie ĂŒberwiegend jĂŒngeren Abgeordneten der Union zeigen deutlich, dass sie offensichtlich weder aus der vergangenen noch aus der aktuell drohenden Finanzkrise etwas gelernt haben. Als gelernter Bankkaufmann sollte WortfĂŒhrer Jens Spahn wissen, wie rar langfristig sichere Anlagemöglichkeiten in der gegenwĂ€rtigen Situation der KapitalmĂ€rkte sind. Sparleistungen, welche die BĂŒrger zusĂ€tzlich berappen mĂŒssen, laufen Gefahr am Markt schlicht verbrannt zu werden.
Der Begriff Generationengerechtigkeit wird in diesem Zusammenhang völlig ad absurdum gefĂŒhrt. Der Ă€lteren Generation, die am ehesten von Pflege betroffen sein könnte, stĂŒnden die zukĂŒnftigen KapitalertrĂ€ge heute gar nicht zur VerfĂŒgung. DarĂŒber hinaus werden Geringverdiener enorm belastet, denn ein Solidarausgleich ist nicht zu erwarten.
Die einzige gerechte Alternative zur Finanzierung der Pflege ist und bleibt die solidarische BĂŒrgerinnen- und BĂŒrgerversicherung der LINKEN.â


