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Mehdorn wird Air-Berlin-Chef

18. August 2011  Allgemein

Mehdorn wird als Air-Berlin-Chef die verfehlte Verkehrspolitik fortsetzen, mit der er die Bahn ins Verderben gefĂŒhrt hat

 	Heike  / pixelio.de

Heike / pixelio.de

„Hier geht es nicht nur um eine bezeichnende Personalentscheidung einer Airline. Der Vorstandswechsel bei Air Berlin beleuchtet eher ein strukturelles Problem der Bahn: Unter den Ex-Daimler–, Ex-Airbus- und Ex-EADS-Managern Heinz DĂŒrr, Hartmut Mehdorn und RĂŒdiger Grube stagnierte der Schienenfernverkehr, wĂ€hrend der Inlandsflugverkehr um gut 70 Prozent gesteigert wurde“, so Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum neuen Job von Hartmut Mehdorn als Air-Berlin-Chef. Leidig weiter:

„Auch das Projekt Stuttgart 21, das von Mehdorn 2001 neu zum Leben erweckt wurde und jetzt von Grube mit Brachialgewalt durchgesetzt werden soll, ist nicht zuletzt ein weiteres Vorhaben, den ICE als Zubringer fĂŒr den Flugverkehr einzusetzen.

Hartmut Mehdorn kam von Airbus zur Bahn und betrieb als Bahnchef bereits das Business der Luftfahrtindustrie: Die Kappung des Schienennetzes, den Versuch, das ‚Hub & Spoke-System‘ des Flugverkehrs der Schiene ĂŒberzustĂŒlpen sowie die Initiative, den Flughafen Tempelhof offen zu halten. Jetzt will er konsequenterweise als Air Berlin-Chef das billige und unökologische Kurzstrecken-Fliegen promoten.

Notwendig ist eine grundsĂ€tzlich andere Verkehrs- und Bahnpolitik. Und die beginnt auf der Ebene des Top-Personals.“

Leserbrief

05. August 2011  Allgemein

Leserbrief zum Kommentar „Auf eine Karte“ von K.Köster

Dankenswerter Weise stellt Herr Köster fest, dass die ENBW mit ihrem Atom-Kurs unvertretbare Risiken eingegangen ist. Die Aussage die ENBW habe zu lange auf die billige Atomkraft gesetzt sollte allerdings konkretisiert werden. Die Firma hat auf die fĂŒr sie billige Atomkraft gesetzt. Der Staat und damit die Allgemeinheit hat zur Entwicklung und UnterstĂŒtzung der Atomkraft alle Kosten ĂŒbernommen. Dazu kommt noch die Entsorgung und Endlagerung des ganzen MĂŒlls sowie der Anlagen selbst. Rechnet man diese Abermilliarden dazu, geht die Rechnung fĂŒr die Allgemeinheit schon gar nicht auf.

Auch die unbeteiligten Arbeitnehmer sollen nun mit ihrer Existenz fĂŒr die falsche Politik haften.

Alle Parteien – außer der Partei die Linke – haben fĂŒr mehr oder weniger lange VerlĂ€ngerung der Laufzeiten gestimmt.

Aus dem ganzen Desaster hÀtte man zumindest jetzt lernen können. Aber Nein!

Es geht weiter wie gehabt mit Neckarwestheim II.

Das allerwichtigste an der Geschichte ist aber nicht die Unwirtschaftlichkeit der Atomkraft, sondern die GefĂ€hrdung der Menschen. Die NĂ€chsten 12 Jahre werden wir BĂŒrgerinnen und BĂŒrger tagtĂ€glich einem untragbaren Risiko ausgesetzt.

Das wollen wir nicht!

Deshalb gehe ich am 13. August nach Neckarwestheim und demonstriere fĂŒr die sofortige Abschaltung.

Pflege-Kapitalstock ist nicht zukunftsfest

02. August 2011  Allgemein

„Eine Kapitaldeckung löst die derzeitigen Probleme der Pflege nicht: FachkrĂ€ftemangel, chronische Unterfinanzierung der Pflegeversicherung und ein zu enger Pflegebegriff sind so nicht zu beseitigen. Wer im Angesicht einer drohenden Euro-Krise und einem Fast-Bankrott der USA ernsthaft die Kapitaldeckung in der Pflege einfordert, macht sie zum Spielball der KapitalmĂ€rkte. Das ist ein verhĂ€ngnisvoller Irrweg und das genaue Gegenteil von dem, was in der Pflege gebraucht wird: VerlĂ€sslichkeit, MenschenwĂŒrde, SolidaritĂ€t“, kommentiert Kathrin Senger-SchĂ€fer das aktuelle Unionsmanifest zur Pflegereform. Die pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

matchka  / pixelio.de

matchka / pixelio.de

„Die ĂŒberwiegend jĂŒngeren Abgeordneten der Union zeigen deutlich, dass sie offensichtlich weder aus der vergangenen noch aus der aktuell drohenden Finanzkrise etwas gelernt haben. Als gelernter Bankkaufmann sollte WortfĂŒhrer Jens Spahn wissen, wie rar langfristig sichere Anlagemöglichkeiten in der gegenwĂ€rtigen Situation der KapitalmĂ€rkte sind. Sparleistungen, welche die BĂŒrger zusĂ€tzlich berappen mĂŒssen, laufen Gefahr am Markt schlicht verbrannt zu werden.

Der Begriff Generationengerechtigkeit wird in diesem Zusammenhang völlig ad absurdum gefĂŒhrt. Der Ă€lteren Generation, die am ehesten von Pflege betroffen sein könnte, stĂŒnden die zukĂŒnftigen KapitalertrĂ€ge heute gar nicht zur VerfĂŒgung. DarĂŒber hinaus werden Geringverdiener enorm belastet, denn ein Solidarausgleich ist nicht zu erwarten.

Die einzige gerechte Alternative zur Finanzierung der Pflege ist und bleibt die solidarische BĂŒrgerinnen- und BĂŒrgerversicherung der LINKEN.“