Mehdorn wird als Air-Berlin-Chef die verfehlte Verkehrspolitik fortsetzen, mit der er die Bahn ins Verderben gefĂŒhrt hat
âHier geht es nicht nur um eine bezeichnende Personalentscheidung einer Airline. Der Vorstandswechsel bei Air Berlin beleuchtet eher ein strukturelles Problem der Bahn: Unter den Ex-Daimlerâ, Ex-Airbus- und Ex-EADS-Managern Heinz DĂŒrr, Hartmut Mehdorn und RĂŒdiger Grube stagnierte der Schienenfernverkehr, wĂ€hrend der Inlandsflugverkehr um gut 70 Prozent gesteigert wurdeâ, so Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum neuen Job von Hartmut Mehdorn als Air-Berlin-Chef. Leidig weiter:
âAuch das Projekt Stuttgart 21, das von Mehdorn 2001 neu zum Leben erweckt wurde und jetzt von Grube mit Brachialgewalt durchgesetzt werden soll, ist nicht zuletzt ein weiteres Vorhaben, den ICE als Zubringer fĂŒr den Flugverkehr einzusetzen.
Hartmut Mehdorn kam von Airbus zur Bahn und betrieb als Bahnchef bereits das Business der Luftfahrtindustrie: Die Kappung des Schienennetzes, den Versuch, das âHub & Spoke-Systemâ des Flugverkehrs der Schiene ĂŒberzustĂŒlpen sowie die Initiative, den Flughafen Tempelhof offen zu halten. Jetzt will er konsequenterweise als Air Berlin-Chef das billige und unökologische Kurzstrecken-Fliegen promoten.
Notwendig ist eine grundsĂ€tzlich andere Verkehrs- und Bahnpolitik. Und die beginnt auf der Ebene des Top-Personals.â

