Jutta Krellmann "Die Bundesregierung hat sich der Leiharbeits-Lobby lange genug angedient. Lohndumping und die Spaltung der Belegschaften mittels Leiharbeit müssen endlich gesetzlich verboten werden. Das ist nicht zuletzt ein Gebot der Menschenwürde", fordert Jutta Krellmann angesichts einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), der zufolge Leiharbeitskräfte bis zu 50 Prozent weniger verdienen als Stammarbeitskräfte im gleichen Unternehmen. Die Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Arbeit und Mitbestimmung weiter: "Es gehört zu den größten Ungerechtigkeiten unserer Arbeitswelt, dass Leiharbeitskräfte bei gleicher Qualifikation und gleicher Tätigkeit immer noch schlechter bezahlt werden dürfen als das vergleichbare Stammpersonal, ohne dass die Politik entschiedene Schritte dagegen unternimmt. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen eiert seit Beginn der Legislaturperiode herum und scheut die dringend notwendige gesetzliche Regulierung dieses Wild-West- Kapitalismus wie der Teufel das Weihwasser. Ihre wohlklingenden Absichtsbekundungen sind an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten. DIE LINKE fordert ein gesetzliches Verbot der Leiharbeit. Nur so kann der Spaltung der Belegschaften wirksam begegnet, nur so können Bedingungen für gute und angstfreie Arbeit geschaffen werden. Wir werden jede Initiative im Bundestag unterstützen, die geeignet ist, dem Treiben der Leiharbeitsunternehmen Einhalt zu gebietet. Die von der LINKEN seit langem geforderte Durchsetzung des Equal-Pay- Prinzips wäre ein erster wichtiger Schritt auf diesem Weg."
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Ausbeutung durch Leiharbeit verbieten
Der Tod ist ein Meister aus Deutschland
Jan van Aken
„Weltweit kommt fast jede zehnte Waffe aus Deutschland. Das ist verantwortungslos. Paul Celans Satz, „der Tod ist ein Meister aus Deutschland“, ist schreckliche Realität. Die Bundesregierung macht sich
mitschuldig an den unzähligen Toten in den Kriegen dieser Welt“, kommentiert Jan van Aken, außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, den jüngsten Rüstungsbericht von SIPRI, nach dem das Volumen der globalen Waffengeschäfte in den vergangenen fünf Jahren um ein Viertel gewachsen ist. Van Aken weiter:
„Damit ist Deutschland weiterhin drittgrößter Waffenexporteur weltweit. Die Kontrolle deutscher Waffenexporte ist einfach nur lächerlich. Sturmgewehre, Panzer und viele andere Rüstungsgüter werden in Kriegs- und Krisengebiete exportiert, an Menschenrechtsverletzer und Diktatoren. Jede Erklärung zur Abrüstung von Merkel und Westerwelle wird zur Farce – de facto rüstet die Bundesregierung mit jedem Waffenexport andere Länder auf und nicht ab. Deutschland liefert ganze Waffenfabriken und Panzer nach Saudi-Arabien, das jetzt sogar angekündigt hat, die syrischen Rebellen aufzurüsten. Deutschland verkauft Waffen an Krisenstaaten wie Griechenland und in Krisengebiete wie Indien und Pakistan. Das alles zeigt: Wir brauchen endlich klare Verbote und gesetzliche Regelungen gegen Rüstungsexporte. Die existierenden politischen Grundsätze sind halbseiden, zahnlos und stellen offensichtlich überhaupt keine Hürde für das Geschäft mit dem Tod dar.“
Workshop „prekäre Beschäftigung“
Am Samstag fand in Ludwigburg ein Mitglieder-Workshop statt, an dem auch Mitglieder des Ortsverbandes Marbach-Bottwartal teilnahmen. Der Kath. Betriebsseelsorger Martin Zahner hielt zum Einstieg ein Impulsreferat zur „Kampagne prekäre Beschäftigung“ – Folgen für Gesellschaft und Arbeitnehmer. Das Deutschland Expotweltmeister ist hängt damit zusammen, dass es immer mehr schlechtbezahlte Leiharbeit, befristete Verträge, Minijobs, Werksverträge und Hartz IV Aufstocker gibt. DIE LINKE setzt sich seit ihrer Gründung für einen gesetzlichen Mindestlohn, für eine Millionärsteuer und für einen höheren Spitzensteuersatz ein. Wir LINKEN im Ortsverband Marbach-Botwartal haben uns vorgenommen, verstärkt auf die Missstände in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen und wir suchen Mitstreiter und Mitstreiterinnen.
Am 18.April 2012 können Sie sich bei unserem Stammtisch im TSG-Heim in Steinheim ab 19.30 Uhr über uns informieren und mit uns diskutieren. Wir freuen uns über ihr Kommen.

