Diether Dehm, Gregor Gysi

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Der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Gregor Gysi, hat zusammen mit Diether Dehm, europapolitischer Sprecher der Fraktion, vom 2.4. bis 4.4 auf Einladung der linken griechischen Bewegung Syriza Griechenland besucht und zahlreiche politische GesprĂ€che gefĂŒhrt. Er wurde unter anderem von StaatsprĂ€sident Karolos Papoulias, ParlamentsprĂ€sident Philiippos Petsalnikos, AuĂenminister Stavros Dimas, Finanzminister Philppos Sahinidis und dem ReprĂ€sentanten des IWF in Griechenland Bob Traa empfangen. AusfĂŒhrliche GesprĂ€chen fanden mit fĂŒhrenden Vertretern von Syriza, der Demokratischen Linken Dimar, der sozialdemokratischen Pasok und der konservativen Nea Demokratia statt.
SĂ€mtliche GesprĂ€chspartner wĂŒrdigten die solidarische Haltung der Linken zur griechischen Bevölkerung. In den GesprĂ€chen wurde deutlich, dass alle politischen KrĂ€fte in Griechenland die gegenwĂ€rtige Situation bedauern, die Ursachen aber unterschiedlich interpretieren. Ein Teil der GesprĂ€chspartner sah keine Möglichkeit, dem Druck aus Europa zur Senkung der Löhne und Renten sowie zur Entlassung von BeschĂ€ftigten zu widerstehen, wĂ€hrend der andere Teil die Notwendigkeit des Nachgebens energisch bestritt.

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Gregor Gysi machte deutlich, dass âdie Macht der Banken zu groĂ ist und Griechenland Aufbau und nicht Abbau benötige. Nur dann kann es Steuereinnahmen geben, die Griechenland voranbringen und es ihm ermöglichen die Darlehen zurĂŒckzuzahlen.â Er setzte sich fĂŒr eine europaweite MillionĂ€rssteuer ein und dafĂŒr auch und gerade in Griechenland Steuerhinterziehungen wirksam zu bekĂ€mpfen. Gregor Gysi trat fĂŒr den Erhalt des Euro auch in Griechenland ein. Der IWF-ReprĂ€sentant erklĂ€rte, dass sich in Griechenland nur die Reichen einen Austritt aus dem Euro wĂŒnschen, weil sie ihr Vermögen in anderen LĂ€ndern gesichert haben und Griechenland dann billig aufkaufen können.
Die GesprÀchspartner registrierten aufmerksam, dass es auch in Deutschland unterschiedliche Haltungen zur EU, zum Euro und zu Griechenland gibt. Der StaatsprÀsident, der ParlamentsprÀsident und beide Minister gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass es neben eigenen Anstrengungen des Landes baldmöglichst ein europÀischen Programm zum Aufbau Griechenlands aufgelegt wird.