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Hungerlöhne verbieten

26. Juli 2012  Allgemein

Jutta Krellmann

„Die Bundesregierung muss Hungerlöhnen endlich Einhalt gebieten und umgehend einen gesetzlichen Mindestlohn auf den Weg bringen“, fordert Jutta Krellmann, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE fĂŒr Arbeit und Mitbestimmung, angesichts neuer Daten des Statistischen Bundesamtes, denen zufolge jeder zehnte BeschĂ€ftigte in Deutschland weniger als 8,50 Euro in der Stunde verdient. Krellmann weiter:
„WĂ€hrend die Unternehmen im Aufschwung satte Profite eingefahren haben, bekommen Millionen Menschen als Lohn fĂŒr ihre Arbeit nicht einmal das Existenzminimum. Vor allem Frauen lĂ€sst die Bundesregierung durch ihre UntĂ€tigkeit im Regen stehen, denn sie stellen die Mehrheit der Billigjobber.
Auch die Leiharbeit ist in erster Linie ein Instrument fĂŒr Lohndumping, wie die Daten des Statistischen Bundesamtes belegen.
Wenn die Politik jetzt nicht eingreift, wird aus dem Niedriglohnproblem von heute die Altersarmutskatastrophe von morgen. DIE LINKE fordert deshalb einen allgemein gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro in der Stunde und gleichen Lohn fĂŒr gleiche Arbeit auch in der Leiharbeit.“

Opel braucht keinen neuen Chef, sondern Zukunftsinvestitionen

17. Juli 2012  Allgemein

Ulla Lötzer

Digi-Train  / pixelio.de

Digi-Train / pixelio.de

„Die Unsicherheit an den Opel-Standorten ist wieder grĂ¶ĂŸer geworden. Nach dem RĂŒcktritt von Opel-Manager Karl-Friedrich Stracke und der Ernennung von Thomas Sedran ist es fraglich, ob die ArbeitsplĂ€tze tatsĂ€chlich bis Ende 2016 sicher sind“, kommentiert Ulla Lötzer, gewerkschafts- und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion die LINKE, die Einsetzung von Thomas Sedran zum Vorstandsvorsitzenden von Opel. Lötzer weiter:

„Der durch die Eurokrise verursachte Einbruch der MĂ€rkte in SĂŒdeuropa hat die Neuzulassungen von Opel in den ersten fĂŒnf Monaten des Jahres nochmals drastisch sinken lassen. Es ist völlig offen, ob die Zusage
des GM-Managements, fĂŒr Opel auch außereuropĂ€ische MĂ€rkte zu öffnen, unter dem neuen Management Bestand haben wird.  Die langfristige Sicherung der ArbeitsplĂ€tze in Bochum und Eisenach wĂ€re damit
allein auch nicht zu schaffen. Ohne die auch von der IG Metall geforderte langfristige und zukunftsweisende Investitions- und Produktstrategie sind die ArbeitsplÀtze an den Opel-Standorten  langfristig nicht sicher. Mit der bisherigen GM-Politik der reinen Kostensenkung ist die Marke Opel nicht zu retten. Auch die bestehenden Opel-Kunden werden so nicht zu halten sein, von ZuwÀchsen im europÀischen Markt ganz zu schweigen.
Der Umbau zu einem modernen MobilitĂ€tskonzern mit einer weitreichenden Mitbestimmung der Belegschaft ist fĂŒr Opel ĂŒberlebensnotwendig und mehr als ĂŒberfĂ€llig. Mit dem erst vor kurzem beschlossenen Sanierungsplan hĂ€tte man bis 2016 Zeit gehabt, solche Alternativen zu entwickeln. Deshalb darf an diesem Plan nicht gerĂŒttelt werden.“

Verfassungsschutz abwickeln

16. Juli 2012  Allgemein

Ulla Jelpke

„Der Verfassungsschutz hat einen Totalschaden, da lĂ€sst sich nichts mehr reparieren“, erklĂ€rt Ulla Jelpke zur Diskussion ĂŒber mögliche Reformen des Inlandsgeheimdienstes. Jelpke weiter:

„Wer behauptet, mit ein paar Reformen ließe sich ein demokratievertrĂ€glicher Geheimdienst schaffen, lĂŒgt entweder oder sitzt einer Illusionen auf. Man fasst sich an den Kopf, wie manche Sicherheitspolitiker die Bevölkerung fĂŒr dumm verkaufen wollen. Ein Geheimdienst wird niemals transparent und von der Öffentlichkeit kontrollierbar sein.

Man sollte auch aufhören, den Begriff des Versagens hinsichtlich der Nazimorde zu benutzen. Denn das Agieren des Verfassungsschutzes entspricht haargenau seinen FĂ€higkeiten und seiner Geschichte: Er ist von alten Nazis gegrĂŒndet worden, er stand jahrzehntelang im Kampf gegen die angebliche kommunistische Bedrohung und folgt bis heute dem unsĂ€glichen Extremismus-Ansatz mit der Gleichsetzung von Nazis und radikalen Linken. Was dabei herauskommt, hat man gesehen: Der Geheimdienst schneidet Zeitungsschnipsel ĂŒber die Linkspartei aus, aber sieht nichts, wenn Nazis morden.

Dem jetzt als neuer VS-PrĂ€sident ins GesprĂ€ch gebrachten Hans-Georg Maaßen kann man nur einen sinnvollen Tipp auf den Weg geben: Sich um die schnellstmögliche Abwicklung seiner Behörde zu kĂŒmmern.“