Matthias W. Birkwald
„Eine BeschĂ€ftigungsquote von etwas mehr als einem Viertel bei den 60 bis 64-JĂ€hrigen ist kein Grund zum Jubeln“, kommentiert Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, aktuelle Zahlen zur BeschĂ€ftigtenquote der 60 bis 64-JĂ€hrigen. „Wer diese Quote als BestĂ€tigung dafĂŒr interpretiert, dass die Rente erst ab 67 der richtige Weg ist, verdreht die Wirklichkeit. Denn fĂŒr jeden Monat, den ein Mensch frĂŒher in Rente geht, muss er gehörige AbschlĂ€ge in Kauf nehmen, die mit der Heraufsetzung des Renteneintrittsalters auf bis zu 14,4 Prozent steigen werden. Deshalb bleibt DIE LINKE beim Nein zur Rente erst ab 67 â ohne Wenn und Aber.“ Birkwald weiter:
„Je nĂ€her die Menschen dem Rentenalter kommen, desto geringer ist auch die BeschĂ€ftigungsquote. Im Juni 2011 betrug sie bei den 63-JĂ€hrigen lediglich 17,7 Prozent, bei den 64-JĂ€hrigen sogar nur 14,4 Prozent. Auf meine Nachfrage hin hat die Bundesagentur fĂŒr Arbeit noch genauere Zahlen geliefert. In Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschĂ€ftigt waren im Juni 2011 demnach nur 9,9 Prozent der 64-JĂ€hrigen. Bei den 64-JĂ€hrigen Frauen waren es nur 5,9 Prozent. Statt Jubelquoten zu verbreiten, sollten alle im Interesse der Betroffenen genauer hinsehen.“

