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BeschĂ€ftigungsquote Älterer ist kein Grund zum Jubeln

04. April 2012  Allgemein

Matthias W. Birkwald

„Eine BeschĂ€ftigungsquote von etwas mehr als einem Viertel bei den 60 bis 64-JĂ€hrigen ist kein Grund zum Jubeln“, kommentiert Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, aktuelle Zahlen zur BeschĂ€ftigtenquote der 60 bis 64-JĂ€hrigen. „Wer diese Quote als BestĂ€tigung dafĂŒr interpretiert, dass die Rente erst ab 67 der richtige Weg ist, verdreht die Wirklichkeit. Denn fĂŒr jeden Monat, den ein Mensch frĂŒher in Rente geht, muss er gehörige AbschlĂ€ge in Kauf nehmen, die mit der Heraufsetzung des Renteneintrittsalters auf bis zu 14,4 Prozent steigen werden. Deshalb bleibt DIE LINKE beim Nein zur Rente erst ab 67 – ohne Wenn und Aber.“ Birkwald weiter:

	CFalk  / pixelio.de

CFalk / pixelio.de

„Je nĂ€her die Menschen dem Rentenalter kommen, desto geringer ist auch die BeschĂ€ftigungsquote. Im Juni 2011 betrug sie bei den 63-JĂ€hrigen lediglich 17,7 Prozent, bei den 64-JĂ€hrigen sogar nur 14,4 Prozent. Auf meine Nachfrage hin hat die Bundesagentur fĂŒr Arbeit noch genauere Zahlen geliefert. In Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschĂ€ftigt waren im Juni 2011 demnach nur 9,9 Prozent der 64-JĂ€hrigen. Bei den 64-JĂ€hrigen Frauen waren es nur 5,9 Prozent. Statt Jubelquoten zu verbreiten, sollten alle im Interesse der Betroffenen genauer hinsehen.“

Urteil mit Signalwirkung fĂŒr alle deutschen GroßflughĂ€fen

04. April 2012  Allgemein

Herbert Behrens, Sabine Leidig

Klaus Serek  / pixelio.de

Klaus Serek / pixelio.de

„Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist ein großer Erfolg fĂŒr die BĂŒrgerbewegung gegen den FluglĂ€rmterror und es hat Signalwirkung fĂŒr alle deutschen GroßflughĂ€fen. Ich erwarte von den BundeslĂ€ndern, dass sie den Leipziger Richterspruch bei kĂŒnftigen Entscheidungen ĂŒber NachtflĂŒge voll und ganz berĂŒcksichtigen“, begrĂŒĂŸt der Luftverkehrsexperte der Fraktion DIE LINKE, Herbert Behrens, das Urteil des Leipziger Bundesverwaltungsgerichts zum Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen.

Behrens weiter: „Das Urteil stĂ€rkt die Interessen der Anwohner des Flughafens, die ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr fordern. FluglĂ€rm hat massive Auswirkungen auf die Gesundheit und die LebensqualitĂ€t insbesondere der Anwohner. Das Wohl der Menschen muss ĂŒber den wirtschaftlichen Interessen der Luftverkehrswirtschaft stehen. DIE LINKE fordert den Bund als Anteilseigner der deutschen GroßflughĂ€fen auf, geeignete Initiativen zum besseren Schutz von Flughafenanwohnern zu ergreifen.“

Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin und hessische Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE, sieht das Urteil mit gemischten GefĂŒhlen: „Die BestĂ€tigung der Nachtflugregelung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das Ziel muss allerdings ein vollstĂ€ndiges Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr sein. Ich werde deshalb die angekĂŒndigten Proteste gegen FluglĂ€rm in Frankfurt und an anderen deutschen FlughĂ€fen weiter unterstĂŒtzen.“

Ausbeutung durch Leiharbeit verbieten

26. MĂ€rz 2012  Allgemein
 Jutta Krellmann

"Die Bundesregierung hat sich der Leiharbeits-Lobby lange genug
angedient. Lohndumping und die Spaltung der Belegschaften mittels
Leiharbeit mĂŒssen endlich gesetzlich verboten werden. Das ist nicht
zuletzt ein Gebot der MenschenwĂŒrde", fordert Jutta Krellmann
angesichts einer Studie des Rheinisch-WestfĂ€lischen Instituts fĂŒr
Wirtschaftsforschung (RWI), der zufolge LeiharbeitskrÀfte bis zu
50 Prozent weniger verdienen als StammarbeitskrÀfte im gleichen
Unternehmen. Die Sprecherin der Fraktion DIE LINKE fĂŒr Arbeit und
Mitbestimmung weiter:

"Es gehört zu den grĂ¶ĂŸten Ungerechtigkeiten unserer Arbeitswelt,
dass LeiharbeitskrÀfte bei gleicher Qualifikation und gleicher
TĂ€tigkeit immer noch schlechter bezahlt werden dĂŒrfen als das
vergleichbare Stammpersonal, ohne dass die Politik entschiedene
Schritte dagegen unternimmt. Bundesarbeitsministerin Ursula von
der Leyen eiert seit Beginn der Legislaturperiode herum und scheut
die dringend notwendige gesetzliche Regulierung dieses Wild-West-
Kapitalismus wie der Teufel das Weihwasser. Ihre wohlklingenden
Absichtsbekundungen sind an Scheinheiligkeit kaum zu ĂŒberbieten.

DIE LINKE fordert ein gesetzliches Verbot der Leiharbeit. Nur so
kann der Spaltung der Belegschaften wirksam begegnet, nur so
können Bedingungen fĂŒr gute und angstfreie Arbeit geschaffen werden.
Wir werden jede Initiative im Bundestag unterstĂŒtzen, die geeignet
ist, dem Treiben der Leiharbeitsunternehmen Einhalt zu gebietet. Die
von der LINKEN seit langem geforderte Durchsetzung des Equal-Pay-
Prinzips wÀre ein erster wichtiger Schritt auf diesem Weg."