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Rentenpolitischer Offenbarungseid

02. September 2012  Allgemein

Matthias W. Birkwald

 

„Das ist der rentenpolitische Offenbarungseid der Bundesregierungen von Rot-GrĂŒn bis Schwarz-Gelb“, erklĂ€rt der rentenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Matthias W. Birkwald, zu den von Ministerin von der Leyen vorgelegten Zahlen zu den Rentenerwartungen von langjĂ€hrig versicherten Durchschnittsverdienern. „Union, SPD, FDP und GrĂŒne haben mit all ihren KĂŒrzungsfaktoren die gesetzliche Rentenversicherung so auf den Hund gebracht, dass Millionen und Abermillionen selbst bei langjĂ€hriger Versicherung und ordentlichen Einkommen nur noch Armutsrenten zu erwarten haben. Die Rente erst ab 67 verschĂ€rft das noch weiter.“ Birkwald weiter:

Gerd Altmann  / pixelio.de

„Frau von der Leyen ist auf dem Holzweg, wenn sie glaubt, eine Senkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent mit ihrer Zuschussrente auffangen zu können. Gleiches gilt fĂŒr die private Altersvorsorge, die sich Geringverdienende schlicht nicht leisten können und die zudem noch den Risiken der KapitalmĂ€rkte ausgesetzt ist. Wenn in Zukunft Deutschlands Alte nicht bis zum Tod malochen sollen, um irgendwie ĂŒber die Runden zu kommen, fĂŒhrt kein Weg an einem Stopp der RentenkĂŒrzungen und an der Wiederherstellung eines Rentenniveaus von mindestens 53 Prozent vorbei, das im Alter den Lebensstandard sichert und Armut verhindert. Dazu gehören ein flĂ€chendeckender Mindestlohn nicht unter zehn Euro, eine ZurĂŒckdrĂ€ngung prekĂ€rer BeschĂ€ftigung und eine solidarische Mindestrente. Als ein erster Schritt sollte Kanzlerin Merkel aber unmittelbar den Kabinettsbeschluss zur Senkung der RentenbeitrĂ€ge kassieren. Wer im Wissen um die immer akutere Gefahr der Altersarmut dem Rentensystem BeitrĂ€ge entzieht, handelt wider seinen Amtseid und verstĂ¶ĂŸt gegen das Grundgesetz.Gerd Altmann  / pixelio.de

Unter der FĂŒhrung erst von Schröder, dann von Merkel haben zehn Jahre gereicht, um die gesetzliche Rentenversicherung, die zuvor 45 Jahre lang weitgehend verlĂ€sslich funktioniert hat, gegen die Wand zu fahren. Diese Entwicklung muss jetzt gestoppt und umgekehrt werden, wenn sie nicht zu einem sozialpolitischen GAU ausarten soll, der Deutschland aus den Fugen geraten lĂ€sst. Die TotengrĂ€berei an der Rente zeigt einmal mehr, dass Deutschlands Reformen genannte SozialkĂŒrzungen keineswegs ein Vorbild, sondern eine Schreckensvision fĂŒr Europa darstellen.“

Allianz-Konzern ist grĂ¶ĂŸter deutscher Profiteur am Hunger

31. August 2012  Allgemein

Niema Movassat

„ErnteausfĂ€lle, Agrosprit und unser alltĂ€glicher Fleischkonsum – fĂŒr steigende Lebensmittelpreise gibt es viele GrĂŒnde. Doch die exzessive Spekulation mit Nahrungsmitteln ist Inkarnation der Unmoral ĂŒberhaupt und muss entschieden bekĂ€mpft werden“, erklĂ€rt Niema Movassat, fĂŒr die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Ausschuss fĂŒr Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zur Diskussion ĂŒber steigende Nahrungsmittelpreise. Movassat weiter:

„WĂ€hrend andere Banken auf die Kritik am GeschĂ€ft mit dem Hunger reagiert und sich zum Teil daraus zurĂŒckgezogen haben, galoppiert  die Allianz weiter mit Scheuklappen voran. Der Konzern ist der grĂ¶ĂŸte deutsche Player im Bereich Nahrungsmittelspekulation. Allein 2011 hat die Allianz ĂŒber sechs Milliarden Euro in Agrarrohstoffe investiert. Auch von den aktuellen Preissteigerungen bei Mais, Weizen und Soja dĂŒrfte die Allianz durch ihre Rohstoff-Indexfonds am meisten profitieren. Sie muss umgehend die GeschĂ€fte mit dem Hunger beenden. Die Bundesregierung muss gesetzliche Regelungen auf den Weg bringen, um Nahrungsmittelspekulationen effektiv zu bekĂ€mpfen.“

Antikriegstag 2012 – Waffenexporte stoppen!

31. August 2012  Allgemein
Video zum Antikriegstag. Anklinken und anschauen. 

http://www.youtube.com/watch?v=CJXoqhyvDN0