PresseerklÀrung vom 12. Juni 2016 / MdB Michael Schlecht, DIE LINKE
Der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag fordert einen personellen und inhaltlichen Neuanfang im Vorstand der Deutschen Bahn AG und eine Neubewertung von Stuttgart 21.
âDB-Vorstand Volker Kefer ist verantwortlich fĂŒr den schlechten Zustand des Schienennetzes und fĂŒr das Pannenprojekt Stuttgart 21â, sagt MdB Michael Schlecht. âDas Sanierungskonzept âZukunft Bahnâ kommt keinen Meter voran, ebenso wenig wie das Tunnelprojekt S21; statt Fortschritte bei der Infrastruktur gibt es nur immer neue Kostenexplosionen zu berichten. Jetzt muss der Aufsichtsrat Konsequenzen ziehen und Volker Kefer entlassen. In der Sache mĂŒssen die PrioritĂ€ten neu gesetzt werden: Weg von teuren und unsinnigen Prestigeprojekten wie S21, hin zu einer grundlegenden, im tĂ€glichen Betrieb wirksamen Sanierung der maroden Infrastruktur.â
Stuttgart 21 weist bereits jetzt einen Bauverzug von ĂŒber fĂŒnf Jahren auf. Sowohl unabhĂ€ngige Experten als auch bahninterne Unterlagen gehen von 10 bis 11 Mrd. EUR Gesamtkosten aus. Der neue offizielle Fertigstellungstermin fĂŒr S21 im Jahr 2023 ist angesichts der Probleme im Stuttgarter Talkessel völlig illusorisch.
Michael Schlecht, MdB fĂŒr den Wahlkreis Mannheim, ist wirtschaftspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE. und Mitglied im Bundestags-Ausschuss fĂŒr Wirtschaft und Energie.
