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Island zeigt den Weg

10. April 2011  Allgemein

Andrej Hunko
„Es ist nicht hinnehmbar, dass öffentliche Haushalte auf Jahrzehnte fĂŒr die Schulden von privaten Zockerbanken gerade stehen sollen. Deshalb ist der Ausgang des islĂ€ndisches Referendums, die Übernahme der Icesave-Schulden abzulehnen, begrĂŒĂŸenswert“, erklĂ€rt Andrej Hunko, Mitglied fĂŒr die Fraktion DIE LINKE im EU-Ausschuss des Bundestages und der parlamentarischen Versammlung des Europarates, zur fast 60%igen Ablehnung beim zweiten entsprechenden Referendum in Island. Hunko weiter:

 Altmann/Indigo Ray/Mousewrites / pixelio.de

Altmann/Indigo Ray/Mousewrites / pixelio.de

„Bei dem Icesave-Streit geht es nicht primĂ€r um einen Streit zwischen Niederlande und Großbritannien einerseits und Island andererseits. Es geht um einen Konflikt zwischen öffentlichen Haushalten und privaten GlĂ€ubigerbanken. Das europaweit verbreitete Prinzip ‚Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste‘ muss endlich durchbrochen werden.

Die meisten europĂ€ischen Staaten haben die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die öffentlichen Haushalte abgewĂ€lzt. Diese stehen nun unter massivem Konsolidierungsdruck, meist auf Kosten sozialer Errungenschaften. Es ist gut, dass die Ă€lteste kontinuierliche Demokratie Europas diese Frage per Volksabstimmung geklĂ€rt hat. Dem sollten die anderen europĂ€ischen LĂ€nder folgen.“

Abpfiff fĂŒr die Bundeswehr

05. April 2011  Allgemein

Ulla Jelpke

JaQue BuBu / pixelio.de

JaQue BuBu / pixelio.de

„Die Bundeswehr unterwandert eine friedliche Sportveranstaltung, um neue Rekruten anzulocken“, kritisiert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, die Werbemaßnahmen der Bundeswehr bei der sogenannten Schul-Liga. Die Bundesregierung hat nun eine entsprechende Anfrage der Fraktion beantwortet. Ulla Jelpke weiter:

„240.000 Euro gibt die Bundeswehr aus, um die 6000 Teilnehmer der Schul-Liga, eines bundesweiten Hallenfußballturniers fĂŒr Jugendliche, mit MilitĂ€rreklame zu ĂŒberziehen. WĂ€hrend die Veranstalter ‚Spaß am Sport, Integration und sinnvolle Freizeitgestaltung‘ versprechen, versucht die Bundeswehr als ‚Premiumpartner‘ die Jugendlichen fĂŒrs MilitĂ€r anzuheuern. Mit Gratis-Trikots, Videospots, Werbung auf dem Onlineauftritt und im Printmagazin der Schul-Liga sowie regelmĂ€ĂŸiger PrĂ€senz bei den Turnieren wollen die Wehrdienstberater ‚gerade auch bei sportinteressierten jungen MĂ€nnern und Frauen Interesse am Arbeitgeber Bundeswehr‘ wecken, so die Bundesregierung. Im Klartext heißt das: Ein friedlicher Fußballwettbewerb wird zur Propagandaveranstaltung der Bundeswehr ausgebaut. Der Vergleich mit zivilen Arbeitgebern, den die Bundesregierung zieht, ist absurd: Die Art von Sport, die das MilitĂ€r anbietet, hat allzu hĂ€ufig tödliche Nebenwirkungen. Deshalb fordere ich: Abpfiff fĂŒr die Bundeswehr!“

Falsches Spiel bei Finanzierung der Pflegeversicherung

30. MĂ€rz 2011  Allgemein

Kathrin Senger-SchÀfer11.03.30 Pflegeversicheruang
„Ich erwarte von der Regierung dasselbe falsche Spiel, wie bei den ZusatzbeitrĂ€gen der Krankenversicherung im letzten Jahr“ so Kathrin Senger-SchĂ€fer zu den aktuell diskutierten Beitragserhöhungen in der sozialen Pflegeversicherung. Die pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE erklĂ€rt weiter:

„Es war ja zu erwarten. Kurz nach den Landtagswahlen wird aus Unionskreisen der erste Ball zur Finanzierung der Pflegeversicherung gespielt. Das Gesundheitsministerium nimmt den Ball auf und dementiert das Beitragserhöhungs-Szenario. Die Äußerungen von Johannes Singhammer werden als Einzelmeinung abgekanzelt. Dabei ist er nicht irgendwer, sondern stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Im Ping-Pong wird dieses Spiel nun so lange getrieben, bis die PlÀne der Regierungskoalition zur Finanzierung der Pflegeversicherung komplett auf dem Tisch liegen. So soll die Bevölkerung hÀppchenweise an das gewöhnt werden, was die Bundesregierung wirklich will. Auf Teufel-komm-raus sollen die PlÀne zu einer kapitalgedeckten Pflegezusatzversicherung umgesetzt werden

Eine gute und qualitativ hochwertige Pflege ist sicherzustellen. Der SchlĂŒssel hierfĂŒr ist eine solide und gerechte Finanzierung. Unser Konzept ist die solidarische BĂŒrgerinnen- und BĂŒrgerversicherung, sie ist die zeitgemĂ€ĂŸe Weiterentwicklung des bewĂ€hrten Umlageverfahrens. Alle Einkommensarten der heutigen Zeit werden berĂŒcksichtigt und alle zahlen nach ihren finanziellen Möglichkeiten ein. Dadurch wird das ungerechte und in Europa einmalige Nebeneinander von privater und sozialer Pflegeversicherung beendet.“