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Macht fair teilen: Mehr Frauen in die Kommunalpolitik!

25. November 2018  Allgemein

Das Frauenteam der Partei DIE LINKE hatte am 18. November zum politischen Frauenfrühstück zur Kommunalwahl eingeladen. Deutschland feiert in diesem Jahr 100 Jahre Frauenwahlrecht.

Obwohl schon viel erreicht wurde sind wir von echter Gleichstellung noch weit entfernt und die Politik wird wieder männlicher. Sorge- und Pflegearbeit werden größtenteils von Frauen geleistet und wenig wertgeschätzt, dazu kommen oft unsichere Arbeitsverhältnisse und schlechtere Bezahlung. Frauen und Kinder sind deutlich häufiger armutsgefährdet. Dafür, dass viele Frauen wertvolle gesellschaftliche Arbeit verrichten, zahlen sie einen hohen Preis.

Frauen dürfen nicht nachlassen ihre Grundrechte einzufordern. Sie sind keine verhandelbare Meinung. Ein zu Ende gedachter Feminismus bedeutet, dass jeder Mensch gleich ist, egal wo er herkommt, wie er aussieht, an wen oder was er glaubt, wen er liebt oder welches Geschlecht er hat. Frauenpolitik ist Gesellschaftspolitik, die wir nicht allein Männern überlassen dürfen. Frauen haben andere Lebensläufe, eine andere Kommunikation und einen anderen Zugang zur Macht und das ist gut so. Noch nie aber wurden Frauen Rechte freiwillig eingeräumt, es brauchte stets widerständige, streitbare Frauen die mit Mut beharrlich ihre Ziele verfolgten.

Das Wahlrecht ist der Schlüssel um teilzuhaben, mitzugestalten und mitzuentscheiden, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Ob soziale Ungleichheit, Klimawandel, Beschäftigungspolitik, Bildungschancen oder Gesundheitsversorgung: Veränderungen fangen vor Ort an und wirken sich vor Ort aus. Auch viele kleine Schritte führen zum Ziel. Wir wollen allen Frauen Mut zusprechen sich einzumischen und freuen uns über engagierte Frauen, die bei der nächsten Kommunalwahl mit uns für eine soziale, offene und demokratische Kommunalpolitik streiten.

Einladung zum politischen Frauenfrühstück

04. November 2018  Allgemein

Mehr Frauen in die Kommunalpolitik. Baden-Württemberg gehört zu den Bundesländern mit dem niedrigsten Frauenanteil in den Kreistagen und Gemeindevertretungen, dabei ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung weiblich. Wichtige Perspektiven und Lebenserfahrungen, die Frauen einbringen könnten, gehen so verloren. Wenn Frauen Politik nicht selbst gestalten, machen es die Männer.

Mit Blick auf die Kommunalwahlen wollen wir beim nächsten politischen Frauenfrühstück

am 18. November 11.00 Uhr im Cafe Luckscheiter in Ludwigsburg

 über Strategien der Öffentlichkeits- und Bündnisarbeit diskutieren. Interessierte Frauen sind herzlich eingeladen sich zu beteiligen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bedingungsloses Grundeinkommen – ein umstrittenes Thema

14. Oktober 2018  Allgemein

Am 11. Oktober referierte Andrea Rudolph-Hoffmann (Dipl.-Volkswirtin) in Bietigheim auf Initiative der Frauengruppe DIE LINKE. zum Thema „Wirtschaftsethische Überlegungen zur Armutsbekämpfung“.

Die Wirtschaft läuft rund, doch vom Wachstum profitieren nicht alle Menschen. Immer mehr Beschäftigte arbeiten in schlecht bezahlten, unsicheren Arbeitsverhältnissen. Andrea Rudolph-Hoffmann schilderte aus ökonomischer Sicht die Entwicklung von der sozialen zur liberalen Marktwirtschaft, die sich mit Margret Thather unter dem ideologischen Einfluss von Hayek in Europa durchsetzte. Mehr Markt und weniger Staat lautete das Motto, das zu deregulierten Märkten und umfangreicher Privatisierung führte. Die fortschreitende Digitalisierung wird die Arbeitswelt weiter verändern, der Strukturwandel erfordert politische Weichenstellungen.

Lebhafte Diskussionen folgten zum Bedingungslosen Grundeinkommen, das aktuell mit unterschiedlichen Konzepten wieder europaweit thematisiert wird. Befürworter und Gegner finden sich quer durch alle politischen Parteien. Die Idee ist verführerisch, aber ist sie auch bezahlbar? Wäre eine bedarfsorientierte Grundsicherung nicht gerechter? Empowerment oder Herdprämie, was bedeutet ein Bedingungsloses Grundeinkommen für die Geschlechterdemokratie? Die Auswirkungen sind schwer kalkulierbar und jeder größere Schritt in Richtung eines einheitlichen Grundeinkommens wäre kaum zu revidieren, bedeutet er doch bei zahlreichen Modellen die gleichzeitige Abschaffung aller bisherigen Sozialsysteme. So unterschiedlich die Positionen sind, so eindeutig zeigen sie Gesprächsbedarf. Wie wollen wir in Zukunft arbeiten? In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Darüber wird auch weiter zu diskutieren sein.