Pressemitteilung

Neujahrsempfang der Linken im Landkreis

30. Januar 2014  Pressemitteilung
Neujahrsempfang in Kornwestheim

Friedhelm Hoffmann

Bereits zum vierten Mal lud der Kreisverband Ludwigsburg der Partei Die Linke am vergangenen Freitag zum Neujahrsempfang ein. Diesmal fand die Kulturveranstaltung der Kreis-Linken zum Jahresauftakt im „K“ – dem neuen Kornwestheimer Kulturzentrum – statt.

Friedhelm Hoffmann begrüßte als Gastgeber und Stadtrat der Linken zunächst die zahlreichen Gäste und berichtete über die jüngsten Aktivitäten der Partei Die Linke im Ort. „Die Linke wird in Kornwestheim inzwischen als eine ernstzunehmende politische Kraft wahrgenommen“, stellte Hoffmann zufrieden fest. Im Namen des Kreisverbands Ludwigsburg der Linken hieß dessen Sprecher Sebastian Lucke die Besucherinnen und Besucher des Neujahrsempfangs ebenfalls willkommen. Und als Vertreter der Jugendorganisation „Solid“ richtete schließlich Oliver Kube noch ein kämpferisches Grußwort an die Anwesenden.

Das Publikum

Das Publikum

Über die aktuellen Entwicklungstendenzen im Einzelhandel informierte anschließend Christina Frank von der Gewerkschaft Verdi die Zuhörerinnen und Zuhörer. Frank ist bei Verdi Baden-Württemberg für den Bereich Einzelhandel zuständig. In ihrem Vortrag berichtete sie von der immer schlechter werdenden Situation der Nahversorgung in vielen Kommunen. Die Menschen würden mehr und mehr von den großen Einkaufszentren angezogen, skizzierte Frank die gegenwärtige Lage. Statt die Situation der innerörtlichen Läden zu verbessern, bemühten sich die Städte und Gemeinden vornehmlich darum, größere Markfilialen am Ortsrand anzusiedeln.

 

Theatergruppe

Theatergruppe

Der Rest des Abends gehörte dem Theater Tangere aus Ludwigsburg. Schauspielerin Lisa Kraus sowie die Darsteller Rüdiger Erk und Bruno Danzeglocke zeigten die „Überväter“ der Linken, Karl Marx und Friedrich Engels mal von einer ganz anderen Seite. „Marx-Engels-Intim“ lautete der Titel der Lesung aus den persönlichen Briefen und Texten der zwei Philosophen. Begleitet von Christian Brinkschmidt am Kontrabass, präsentierte das Ensemble Heikles und Deftiges – zumeist aus Briefwechseln zwischen den Beiden. Zuvor hatte Hoffmann einleitend bemerkt, dass der Inhalt der Briefe im Spiegel der Zeit des 19. Jahrhunderts zu bewerten sei. Die Verdienste von Marx und Engels im Sinne einer klaren Analyse der kapitalistischen Wirtschaftsweise würden dadurch in keiner Weise geschmälert. Im Anschluss an den Programmteil war dann noch genügend Zeit für Diskussionen vorhanden.

 

Schulreform versprochen – nun droht Bildungsabbau, Linke unterstützt GEW-Protest

03. September 2012  Pressemitteilung

Pressemitteilung DIE LINKE. LV Baden-Württemberg

 

Kaum ein Jahr, nachdem Grüne und SPD in Baden-Württemberg in ihrem Koalitionsvertrag eine umfangreiche Bildungsreform angekündigt haben, läuten die Regierungsparteien mit der Ankündigung, 11.600 Lehrerstellen im Land zu streichen, einen Bildungsabbau ein.

Im Auftrag der GEW hat der renommierte Bildungsforscher Klaus Klemm die Konsequenzen eines solchen Abbaus berechnet und festgestellt, dass Inklusion, Ausbau des Ganztagesbereichs, kleinere Klassen oder Ethik ab Klasse 1 unter diesen Voraussetzungen nicht möglich sind.

Die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz befürchtet, dass aus einer regionalen Schulentwicklung ein „gigantisches Schulschließungsprogramm“ wird, Altersermäßigung und Fortbildung gestrichen und die Klassengröße erhöht werden. Schon im nächste Woche beginnenden Schuljahr werden an den Grundschulen Förderangebote und Arbeitsgemeinschaften gekürzt, da die Zahl der Krankheitsvertretungen nicht ausreicht.

Die Linke unterstützt den Protest der GEW, die für den 13.10. zu einer Protestveranstaltung nach Stuttgart aufruft. Linken-Sprecher Bernhard Strasdeit: „Auch die CDU-FDP-Regierung war erst nach Demonstrationen von Eltern, Schülern und Lehrkräften zu Verbesserungen bereit. Genau das ist jetzt wieder notwendig.“

Franz Untersteller müsste sich gegen Fiskalpakt stellen!?

16. Juli 2012  Pressemitteilung

DIE LINKE Michael Schlecht (MdB):

„Wenn der Netzausbau 15 Milliarden Euro mehr kostet, so Landesumweltminister Untersteller, darf seine Grüne Partei nicht länger den Fiskalpakt unterstützen“, kritisiert Michael Schlecht, baden-württembergischer Abgeordneter der Partei DIE LINKE.

Schlecht weiter: „Unterstellers Ankündigung, wonach der Netzausbau in Deutschland nicht wie bisher behauptet 20, sondern 35 Milliarden Euro kosten wird, muss bei den Grünen zu einem Umdenken führen. Wie sollen solche Summen aufgebracht werden, wenn Fiskalpakt und Schuldenbremse den Staat zu einer deutlichen Beschneidung der Ausgaben über Jahrzehnte zwingen? Gerade die Grünen müssten wissen, dass die Rettung des Klimas nicht kostenlos möglich ist. Wer den Fiskalpakt unterstützt, macht Umweltschutz unmöglich.“

Deutsche-Bank-Gewinn gehört den Steuerzahlern

02. Februar 2012  Pressemitteilung
Sahra Wagenknecht

"Der Betrag, den die Deutsche Bank den Steuerzahlern zu verdanken
hat, beläuft sich auf rund 30 Milliarden Euro. Nun müssen die
Verursacher der Krise zur Kasse gebeten werden: Die Deutsche Bank
sollte ihren Vorsteuergewinn in Höhe von 5,4 Milliarden Euro
komplett an den Fiskus abführen", kommentiert Sahra Wagenknecht das
Geschäftsergebnis der Deutschen Bank für das Jahr 2011. Die
Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:

Jörg Sabel  / pixelio.de

Jörg Sabel / pixelio.de

"Verluste werden sozialisiert, Gewinne privatisiert: Mit diesem Prinzip muss end- lich gebrochen werden. Es kann nicht sein, dass die Deutsche Bank für das letzte Jahr nur 124 Millionen Euro Bankenabgabe zahlt. Mit der Bankenabgabe wollte Finanz- minister Schäuble die Bankeneigentlich zwingen, künftig selber für die Kosten von Rettungsmaß nahmen aufzukommen. Anscheinend ist der Minister so optimistisch, dass er mit der nächsten Finanzkrise erst in 120 Jahren rechnet. So lange würde es nämlich dauern, bis der Bankenrettungsfonds bei den gegenwärtigen Beträgen seinen geplanten Umfang erreicht hat. Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern – nach diesem Prinzip agiert auch Kanzlerin Merkel. 'Keine Bank darf so groß sein, dass sie wieder Staaten erpressen kann', hatte sie im Krisenjahr 2008 noch verkündet. Doch die Deutsche Bank durfte sich die Postbank und das Bankhaus Oppenheim einverleiben und ist nun größer und mächtiger als zuvor. Wenn Frau Merkel sich selbst ernst nehmen würde, müsste sie die Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank untersagen. Mehr noch: Sie müsste das gesamte Finanzsystem in öffentliche Hände über- führen und strikt regulieren. Nur so lässt sich verhindern, dass Steuerzahler für die riskanten Zockergeschäfte einer Finanzmafia am Ende immer wieder bluten müssen."