Pressemitteilung

Neujahrsempfang 2017

24. Januar 2017  Allgemein, Pressemitteilung

 

von links nach rechts: Sebastian Lucke, Peter Schimke, Wolfgang Kessler und Walter Kubach

von links nach rechts: Sebastian Lucke, Peter Schimke, Wolfgang Kessler und Walter Kubach

Der Kreisverband Ludwigsburg der Partei DIE LINKE hatte am Samstag, den 21. Januar zu seinem traditionellen Neujahrsempfang eingeladen, der diesmal im Kulturzentrum „DAS K“ in Kornwestheim stattfand. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Sprecher des Kreisverbands Sebastian Lucke die zahlreichen Gäste. Im Wahljahr 2017 fühle sich DIE LINKE fit für die anstehenden Wahlkämpfe, meinte Lucke. Vor allem im Blick auf die Bundestagswahl am 24. September. Anschließend richteten die beiden Bundestagskandidaten der Partei DIE LINKE  im Kreis Ludwigsburg jeweils ein Grußwort an die Besucherinnen und Besucher des Neujahrsempfangs.

Peter Schimke, Kreisrat und Direktkandidat im Wahlkreis Ludwigsburg (265), zählte zunächst zwei kommunalpolitische Themen auf, die die LINKE im Kreis voriges Jahr beschäftigt hatte – darunter die Einführung eines Sozialtickets und der Erhalt der kreiseigenen Krankenhäuser in der Fläche. Zudem hätten sich die Partei gegen eine Annahme von frei gemessenem Abrissmaterial aus Atomkraftwerken auf den Deponien in Schwieberdingen und Horrheim gewandt, berichtete Schimke. Im Bundestagswahlkampf will sich Schimke „für die Beendigung von Terror und Krieg“ stark machen. „Wir benötigen nicht eine Aufrüstung der Bundeswehr, sondern Entwicklungsprojekte in instabilen Ländern, um diese zu stabilisieren“, erklärte Schimke. Es müsse indes „auch der soziale Friede im Land stabilisiert“ werden, meinte Schimke und verwies darauf, dass sich „die Schere zwischen arm und reich“ immer weiter auseinander bewege.

Neujahrsempfang 2017-3Schimkes Fraktionskollege im Kreistag, Walter Kubach, kandidiert für die Partei DIE LINKE im Wahlkreis Neckar-Zaber (266). Kubachs Losung für die Bundestagswahl lautete: „Mehr Solidarität für alle Menschen“. Die neoliberale Politik bewirke das Gegenteil von Solidarität. „Der Einfluss des Geldes auf die Politik“ werde „immer größer und problematischer“. Überleben könne im gegenwärtigen Kapitalismus nur wer „besser, schneller und leistungsfähiger“ sei, so Kubach. Der Reichtum konzentriere sich zunehmend auf immer weniger Geldbesitzer. Diese Entwicklung sei indes nicht „vom Himmel gefallen“, sondern „von Menschen gemacht“, bekräftigte Kubach und forderte zum Widerstand gegen die neoliberale Politik auf.

Neujahrsempfang 2017-2Der diesjährige Gastredner beim Neujahrsempfang war Wolfgang Kessler, Chefredakteur der Zeitschrift „Publik-Forum“. Kessler prangerte in seinem Vortrag die zunehmende Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich durch das herrschende Finanzsystem an. Kessler forderte im Rahmen einer breiten „Offensive für soziale Gerechtigkeit“ die „Kontrolle der Finanzmärkte“, „Soziale Sicherheit für alle“, „mehr Verteilungsgerechtigkeit“ und die „persönliche Hinwendung zu Armen und Kindern“. In Deutschland verfügten mittlerweile zehn Prozent der Bevölkerung über mehr als Zweidrittel des Vermögens, stellte Kessler fest. Diese Entwicklung schwäche aber letztlich auch die Wirtschaft. Nach dem Vortrag gab es noch genügend Zeit für lockere Gespräche, für die musikalische Umrahmung sorgte das Trio Bluesette.

Rede von Walter Kubach, Direktkandidat Neckar-Zaber

 

Großdemo gegen TTIP und CETA

22. September 2016  Pressemitteilung

demo-cetaDer Ortsverband Marbach-Bottwartal war am Samstag, den17.09. mit mehreren Mitgliedern auf der Demo gegen TTIP und CETA in Stuttgart. Durch viele rote Luftballons und viele Fahnen war der Block der Linken gut sichtbar. Die Demo war bunt, fröhlich und laut. Rund 40.000 Menschen waren in Stuttgart auf der Straße. Zusammen mit sechs weiteren Städten waren es ca. 320.000 Menschen.

Walter Kubach, Sprecher

Zeitzeuge eines ganzen Jahrhunderts

14. Juli 2016  Pressemitteilung

Sein Leben begann er noch zu Kaisers Zeiten in Berlin als Sohn eines Rabbiners. Als in Deutschland 1933 die Nazis an die Macht kamen, musste er nach Palästina emigrieren. Bereits 1946 kehrte Theodor Bergmann indes in sein Geburtsland zurück und war bis 1981 Professor für Agrarwissenschaft an der Universität Hohenheim. Im März wurde Bergmann 100 Jahre alt und kann somit als Zeitzeuge auf eines ganzes Jahrhundert zurückblicken. Diese Woche war Bergmann zu Gast beim Kreisverband Ludwigsburg der Partei Die Linke und berichtete aus seinem ereignisreichen Leben als aktiver sowie stets kritischer Kommunist. Erhard Korn, Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Baden-Württemberg, befragte Bergmann zu verschiedenen Epochen der deutschen Geschichte. Klar und mit hochanalytischem Sachverstand interpretierte Bergmann die Ereignisse der damaligen Zeit und ging am Ende auch noch auf aktuelle politische Entwicklungen ein.

Bergmann ist einer der letzten großen Zeitzeugen der deutschen Arbeiterbewegung. Er erlebte in den 1920er Jahren die Straßenkämpfe zwischen der SA und dem Rotfrontkämpferbund und verließ das Land nach einer Hausdurchsuchung der elterlichen Wohnung Anfang März 1933 nach Palästina. „Wir dachten damals, nach drei Jahren wird Hitler besiegt“, schilderte Bergmann seinen Irrtum. In Palästina hielt es ihn nicht lange. „Ich wollte nicht gegen arabische Landarbeiter kämpfen“, meinte Bergmann. 1936 ging er nach Prag und nahm dort ein agrarwissenschaftliches Studium auf. 1938 floh er dann erneut vor den Nazis ins neutrale Schweden und schloss sich dort den Exilanten der KPD-Oppositionsgruppe an. Auch nach dem Krieg hatte es Bergmann als bekennender Kommunist in Deutschland nicht einfach. Er setzte sich jedoch letztlich an der Universität Hohenheim durch und wurde dort 1973 Professor für international vergleichende Agrarpolitik.

In den 1970er Jahren engagierte sich Bergmann für Hochschulmitarbeiter, die vom Radikalenerlass betroffen waren. 1990 kandierte er bei der Bundestagswahl als PDS-Spitzenkandidat und trat 2007 der Partei Die Linke bei. Bergmann ist bis heute ein kritischer Betrachter der politischen Entwicklungen im In- und Ausland geblieben. Bei der Jahreshauptversammlung der Ludwigsburger Linken gab er sich als klarer Kritiker der jetzigen israelischen Regierung zu erkennen und machte die deutsche Regierung für viele der gegenwärtigen Probleme in der EU sowie in den ärmeren Ländern der Welt mitverantwortlich. Bergmann geißelte den „arroganten“ deutschen Kapitalismus und warb für seine internationalistische Sicht der Dinge. Im Blick auf die Entwicklung in China und Kuba bekräftigte er: „Ich bleibe Optimist“. Gesellschaftliche Fortschritte bräuchten eben Zeit, meinte Bergmann schließlich.

Bei den Nachwahlen wurden am Ende der Veranstaltung Susanne Lutz aus Großbottwar und Erhard Korn aus Steinheim in den Kreisvorstand gewählt.

Strahlende Abfälle auf der Deponie: Hubertus Zdebel in Schwieberdingen

14. Februar 2016  Pressemitteilung

Linke kritisiert künftige „Endlagerung“ von Abbruchmaterial aus dem GKN Neckarwestheim

Schwieberdingen VeranstaltungDie Landtagskandidaten der Linken in den Wahlkreisen Bietigheim –Bissingen und Vaihingen, Walter Kubach und Peter Schimke waren am Mittwoch die Gastgeber der Atom-Veranstaltung in Schwieberdingen mit dem Linken-Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel. Zdebel ist unter anderem Mitglied im Ausschuss für Reaktorsicherheit. Zdebel informierte in seinem Vortrag zunächst über die derzeitige Nutzung der Atomenergie. Er referierte über den nach dem Fukushima-Unfall eingeleiteten Atomausstieg und über immer noch laufende Risiko-Reaktoren – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Doel und Tihange (Belgien). Völlig ungelöst und mit hohen Risiken behaftet sei die gesamte Atommülllagerung, so Zdebel. Auch die geplante Lagerung der niedrig strahlenden Abfälle aus dem Rückbau sei ein Problem, denn jede zusätzliche Strahlung verursache Gesundheitsrisiken. Daher sei es erforderlich, auch diese Abfälle nur in einem kontrollierten System abzulagern und zu überwachen.
Kubach und Schimke argumentierten, bei dieser Art der Deponierung, die nach der Strahlenschutzverordnung leider zulässig sei, würden die Atomkonzerne besonders billig davonkommen. In Frankreich würden auch die Abrissabfälle unter permanenter Kontrolle stehen, meinte Zdebel. Dort würden diese Abfälle von normalen Abfällen getrennt, in speziell gesicherten Deponien abgelagert und dauerhaft überwacht. Dies müsse auch in Deutschland zum Standard werden.
Die Diskussion, an der sich die rund 20 Gäste intensiv beteiligten, zeigte viele Probleme, mit denen die BürgerInnen von Behörden und Betreibern allein gelassen werden. So gäbe es beispielsweise nicht, wie oftmals behauptet, eine Annahmepflicht der Betreiber, machte eine Vertreterin von ROBIN WOOD deutlich. Eigene Gutachter zu finden, die diese Probleme unabhängig aufzeigten und bewerteten, gäbe es kaum, meinte eine Teilnehmerin der Veranstaltung. Auch sei in vielen Fällen völlig unklar, welche radioaktiven Stoffe eigentlich in den Abfällen enthalten seien. Es würden nur bestimmte Nuklide als Leitwerte gemessen, nicht aber das gesamte Spektrum. So sei unklar, was am Ende auf der Deponie tatsächlich liege.

 

Pressebericht zum Neujahrsempfang

03. Februar 2016  Pressemitteilung

Pressebericht (als PDF) zum Neujahrsempfang mit Bernd Riexinger in der Ludwigsburger Kreiszeitung am 01. Februar.

 

Knapp sechs Wochen vor der Landtagswahl lud der Kreisverband Ludwigsburg der Partei Die Linke jetzt zum Neujahrsempfang in den Ludwigsburger Bärensaal ein. Kreisverbandssprecher Sebastian Lucke begrüßte neben zahlreichen Gästen auch den Hauptredner der diesjährigen Veranstaltung, den Bundesvorsitzenden und gleichzeitigen Spitzenkandidaten der Linken zur Landtagswahl, Bernd Riexinger. Danach stellten sich die Kandidaten in den Wahlkreisen Ludwigsburg (12), Vaihingen (13) und Bietigheim-Bissingen (14), Oliver Kube, Peter Schimke und Walter Kubach vor. In seinem Grußwort wies Kube auf die enorme Zunahme von Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte im vergangenen Jahr hin. Mittlerweile würden in Deutschland auch Linke wieder schikaniert. „Je stärker die Linke, desto sozialer das Land“, rief anschließend Schimke aus. Kubach brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass es gelingt, das Krankenhaus in Marbach vor der drohenden Schließung zu bewahren.

„Der Kreisverband arbeitet gut“, stellte Riexinger im gut gefüllten Saal zu Beginn seiner Rede erfreut fest und verkündete daraufhin, nun würde der SWR auch im Ländle eine Elefantenrunde senden, zu der auch die Linke eingeladen werde. „Es fallen alle Hüllen“, meinte Riexinger dann in Anspielung auf den wachsenden Einfluss rechter Parteien. Dies sei nicht zuletzt der zunehmenden Polarisierung von arm und reich geschuldet. Mittlerweile gäbe es im reichen Baden-Württemberg 11 Prozent Arme und jedes sechste Kind sei armutsgefährdet. Dies dürfe es nicht geben, so Riexinger. Es dürften aber auch nicht die Flüchtlinge gegen die Sozialschwachen ausgespielt werden. Hauptursache für die Flucht sei für viele Betroffenen der Krieg. Man könne die Flüchtlinge nicht einfach im Mittelmeer ertrinken lassen. „Wir wollen ein weltoffenes, tolerantes und soziales Baden-Württemberg“, forderte der Spitzenkandidat der Linken.

Der Regierungswechsel von 2011 sei kein Politikwechsel gewesen, fuhr Riexinger in seiner Rede fort und dokumentierte dies anhand einiger Beispiele: Ein gebührenfreies Kita-Jahr, wie von den Linken verlangt, gäbe es bislang ebenso wenig wie ein landesweites Sozialticket. Versagt habe Grün-rot im Land auch bei der Wohnungspolitik. Von den versprochenen 50 000 Wohnungen pro Jahr fehlten noch 20 000. Und es müssten mindestens 15 000 Sozialwohnungen bereitgestellt werden. Die Gemeinschaftsschule sei nur halbherzig eingeführt worden, die Zahl der prekären Arbeitsstellen im Land habe um 70 Prozent zugenommen und es fehlten 16 000 Pflegestellen. Auch die Reichen müssten ihren Beitrag für das Gemeinwesen leisten, Vermögen oberhalb von einer Million Euro mit fünf Prozent besteuert werden. Erneute Kritik äußerte Riexinger schließlich auch am Großprojekt Stuttgart 21, das er als „Milliardengrab“ bezeichnete.

 

Linke für Solidarität mit Kleemann

29. Dezember 2015  Pressemitteilung

Linke für Solidarität mit Kleemann, doch gegen kulturellen Kahlschlag in Teilorten

 

Die Ankündigung, die Grundschule in Gronau zu schließen, wird von Pegida, AfD und NPD-Anhängern zum Anlass für eine bei uns bisher nicht gekannte Hetze genommen, so Linken-Kreisrat und Landtagskandidat Walter Kubach. Das Bottwartal müsse sich energisch dagegen wehren, von solchen Kräften instrumentalisiert zu werden.

 

In entsprechenden Internetforen werde der Oberstenfelder Bürgermeister Kleemann zurzeit z. B. als „Depp“, „Volksverräter“, „Würgemeister“ oder „Gutmenschenbrut“ bezeichnet. Man wolle ihm nun „das Leben schwer machen“, dass er sich eine neue Bleibe suchen müsse, daher wurden seine Adresse und Kontaktdaten veröffentlicht. Man solle ihn „vom Hof“ jagen oder in Grund und Boden stampfen – und wenn dann noch bildlich mit dem „Galgenstrick“ gewinkt wird, dann ist das doch wohl eine Morddrohung.

 

Die Oberstenfelder werden aufgefordert, sich ein Beispiel an Geldermalsen (Niederlande) zu nehmen, wo rechtsradikale Flüchtlingsgegner eine Stadtratssitzung stürmten und nur durch Warnschüsse der Polizei gestoppt werden konnten: „Deshalb sollte man vielleicht die Oberstenfeldener Bürger einmal über die Aktion der Bürger von Geldermalsen aufklären. Von Geldermalsen lernen, heißt siegen lernen!“

Auf diese Weise sollen „die Horden der aus nahöstlichen und afrikanischen Stammes- und Primitivkulturen zu uns strömenden Invasoren“ gestoppt werden.

 

Kubach: „Bürgermeister Kleemann verdient gegen diese Drohungen die Unterstützung und aktive Solidarität aller Demokraten. Leider habe sich in anderen Orten schon gezeigt, dass man solche Drohungen ernst nehmen müsse und die Bürgermeister nicht allein lassen dürfe.“

Kubach warnt aber auch davor, den rechten Hetzern durch ein ungeschicktes Handeln Munition zu liefern. Wichtig sei jetzt eine soziale und faire Politik, die den Bürgern nicht das Gefühl vermittelt, die Unterbringung der Flüchtlinge müsse mit Einschnitten bei der sozialen Infrastruktur bezahlt werden. Gerade für Grundschüler sei es sehr wichtig, wohnungsnah die Schule besuchen zu können. Für die jeweiligen Ortsteile seien Grundschulen zentrale Faktoren des Kulturlebens. Solange eine Schule ein Angebot mit kleinen Klassen, guter Versorgung und guter Unterrichtsqualität machen könne, sei es daher, so Kubach, unverantwortlich, hier als erstes den Rotstift anzusetzen. Das gelte auch für andere Teilorte im Bottwartal, etwa für Kleinbottwar und Höpfigheim, wo die Schülerzahlen ähnlich sind. Oberstenfeld dürfe nicht der Vorreiter eines kulturellen Kahlschlags in den Teilorten werden.

Linke fordern: Krankenhaus erhalten

29. Dezember 2015  LINKE POLITIK, Pressemitteilung

Die Partei Die Linke im Kreistag kritisiert scharf die Ankündigung von Landrat Rainer Haas, dass ein weiteres Krankenhaus im Kreis geschlossen werden soll. Die Linke ruft die Bevölkerung im Landkreis auf, diesen Kahlschlag in der öffentlichen Gesundheitsversorgung nicht hinzunehmen, erklärt die Partei in einer Pressemitteilung.

Und weiter: „Für die Linke gibt es keinen Zweifel anzunehmen, dass diese Erklärung des Landrates mit den entscheidenden Parteienvertretern des Kreistags schon lange abgestimmt wurde. Entspricht es doch der großen politischen Linie der Bundes- und Landespolitik hinter der diese Fraktionen stehen: Gesundheitsversorgung wird auf wenige Standorte konzentriert und Krankheit zur profitablen Ware gemacht.“ Die Linke fordert alle politischen Kräfte im Landkreis auf, „sich nicht hinter faulen Defizitberechnungen zu verstecken“.

Quelle: Marbacher Zeitung

11. Dezember 2015 Presseecho

Syriza machtlos gegen EU-Diktat

04. August 2015  Pressemitteilung

Richard Pitterle in LBAuf seiner diesjährigen Sommertour durch Städte in Baden-Württemberg ging der Sindelfinger Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, Richard Pitterle in Ludwigsburg auf die Griechenland-Krise und deren Ursprünge ein. Anders, als vielfach behauptet, habe die Krise den deutschen Steuerzahler bislang keinen Cent gekostet, machte Pitterle dabei gleich zu Anfang deutlich. Vielmehr habe sich der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) – unterstützt durch staatliche Bürgschaften – Geld von privaten Finanzmärkten besorgt und verzinst an Griechenland weitergegeben. Durch den EU-Beitritt und die Sparpolitik sei die griechische Staatsverschuldung enorm gestiegen, sagte der finanzpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag. Das Land brauche jetzt Reformen – beispielsweise eine effiziente Steuerverwaltung, so Pitterle. Sämtliche früheren Regierungen hätten es versäumt, von den 2000 reichsten griechischen Familien, denen 80 Prozent des Vermögens gehört, Steuern einzuziehen.

 
Die Austeritätspolitik habe zu einer 25-prozentigen Senkung der Wirtschaftskraft Griechenlands und zu einer hohen Jugendarbeitslosigkeit geführt. Der Wahlerfolg von Syriza vom Januar sei für die Griechen Aufbruch und Signal gewesen, meinte Pitterle. „Die Syriza-Regierung konnte die bestehenden Verträge nicht für null und nichtig erklären“, betonte er. Die Troika habe in den Verhandlungen keinerlei Zugeständnisse gemacht. Daher habe Ministerpräsident Alexis Tsipras zum Mittel des Referendums gegriffen. „Die von der deutschen Regierung dominierte EU hat dann versucht, entweder Griechenland aus der Eurozone herauszudrängen, oder dem Land weit schlimmere Bedingungen aufzudiktieren“, machte Pitterle deutlich. Das „EU-Diktat“ vom 12. Juli – aus der Sicht der Griechen eine Unterwerfung und eine Demütigung – habe Tsipras notgedrungen annehmen müssen. Der „Grexit“ sei keine Lösung, stellte Pitterle fest. Und anstelle eines Schuldenschnitts müssten die Schuldzinsen zeitlich gestreckt werden. Pitterle rief die Linken zur Solidarität mit Syriza auf.

Sommerfest der LINKEN

2015 07 GrillenZum diesjährigen Sommerfest traf sich der Ortsverband Marbach-Bottwartal der Partei DIE LINKE kürzlich in Großbottwar.

Bei Grillwürsten, Salat und einem kühlen Bier erörterten die Mitglieder die aktuelle politische Lage. Mit von der Partie waren auch der Landtagskandidat der LINKEN im Wahlkreis Bietigheim-Bissingen, Walter Kubach und seine Stellvertreterin Gudrun Glemser.

Walter Kubach berichtete von der Sommertour des Bundesvorsitzenden der LINKEN, Bernd Riexinger durch Baden-Württemberg und rief zur Beteiligung an der Anti-TTIP-Demo in Berlin am 10. Oktober auf.

Bernd Riexinger hatten die Südwest-LINKEN im Juni zu ihrem Spitzenkandidat für die Landtagswahl im März 2016 gewählt. Die Wahlvorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Diesmal rechnen sich die baden-württembergischen LINKEN gute Chancen aus, die Fünfprozenthürde zu überspringen.

Für den Herbst hat der Ortsverband Marbach-Bottwartal zwei Veranstaltungen geplant: Mitglieder berichten jeweils über ihre Kuba-Reise und die gegenwärtige Situation in der Ukraine. Anfang September will man sich noch einmal zum Grillen treffen. Die Termine werden noch bekannt gegeben.

Artikel als PDF in der Marbacher Zeitung

Jahreshauptversammlung

26. April 2015  Pressemitteilung

Pressemitteilung

 

Die Linke

Kreisverband Ludwigsburg

Gudrun Glemser

 

Ludwigsburg, den 22. April 2015

 

 

 

Die Linke gewinnt an Einfluss im Kreis

 

Neuwahl KreisvorstandDen jüngsten Umfragen zufolge hat Die Linke bei den Landtagswahlen im nächsten Jahr eine reelle Chance, die Fünfprozenthürde zu überspringen. „Die Linke ist im Kreis Ludwigsburg angekommen“, stellte der alte und neu gewählte Sprecher des Kreisverbands Ludwigsburg, Sebastian Lucke am Dienstag bei der Jahreshauptversammlung seiner Partei denn auch mit Genugtuung fest. Immerhin habe Die Linke im Kreistag inzwischen mit vier Mandaten den Fraktionsstatus erreicht und leiste gute Arbeit, so Lucke. Beispielhaft dafür nannte Kreisrat Hans-Jürgen Kemmerle das derzeitige Engagement der Linken gegen die Schließung des Vaihinger Krankenhauses. Die Linke ist indes auch in den Gemeinderäten von Ludwigsburg, Kornwestheim und Vaihingen/Enz sowie im Regionalparlament aktiv.

 

Laut Schatzmeisterin Gudrun Glemser hat der Linken-Kreisverband derzeit 130 Mitglieder. Glemser, die bei den Vorstandswahlen vom Dienstag wie Lucke in ihrem Amt bestätigt wurde, zeigte sich besonders erfreut über den Zulauf an jungen Mitgliedern. Dem neuen Kreisvorstand der Linken gehören als Beisitzerinnen und Beisitzer Claudia Dziubas, Gabriele Eisel, Anne Jeziorski, Nathalie Pützer, Philipp Frake, Friedhelm Hoffmann, Hans-Jürgen Kemmerle, Walter Kubach, Oliver Kube und Peter Schimke an. Kemmerle rief dazu auf, alles zu unternehmen, um das Vaihinger Krankenhaus am Leben zu erhalten. „Ist das Krankenhaus in Vaihingen einmal zu, wird auch das in Marbach geschlossen“, machte er deutlich und wandte sich gegen jeglichen Lokalpatriotismus sowie „das gegenseitige Ausspielen der vier Krankenhaus-Standorte“ im Kreis. „Die Angebote in der Fläche müssen erhalten bleiben“, lautete stattdessen das Plädoyer von Kemmerle.