Pressemitteilung

Frauenfrühstück zur Kommunalwahl

11. Juni 2018  Allgemein, Pressemitteilung

Am Sonntag, den 10. Juni trafen sich auf Einladung der Partei politisch interessierte Frauen zum Frauenfrühstück, das trotz zahlreicher anderer Veranstaltungen wieder gut besucht war. Das anhaltende Interesse zeigt, dass Politik keineswegs eine Domäne der Männer bleiben muss. Politik wirkt auf Frauen aber nicht besonders attraktiv, da die politische Kultur immer noch männlich geprägt ist. Frauen werden in Wahlkampfzeiten zwar gerne als Zielgruppe umworben, das vorherrschende Frauenbild in der Gesellschaft ist aber immer noch rückständig und die unterschiedlichen Lebenslagen und Interessen finden in der politischen Praxis wenig Berücksichtigung. Angeregt wurde diskutiert wie diese Strukturen aufgebrochen werden können, um mehr Frauen für die politische Arbeit zu gewinnen.

Politische Entscheidungen wirken sich unterschiedlich auf den Lebensalltag von Männern und Frauen aus. Mit Blick auf die Kommunalwahlen 2019 wurden daher frauenspezifische Themenschwerpunkte erarbeitet. Damit es Frauenthemen auch auf die politische Agenda schaffen braucht es Frauenpower. Wir laden daher heute schon alle interessierten Frauen ganz herzlich ein zu unserem nächsten Frauenfrühstück am 5. August.

DIE LINKE. startete Pflegekampagne

13. Mai 2018  Allgemein, Pressemitteilung

 

Die Partei DIE LINKE. startete am Samstag, dem 12. Mai – dem Tag der Pflege – eine bundesweite Pflegekampagne. Der Kreisverband Ludwigsburg war mit einem Infostand in Bietigheim vertreten. Beim „Walk of care“ wurden Botschaften in Form von Fußspuren gesammelt, um der Politik den Weg zu weisen. Mehrere Pflegekräfte nutzten die Gelegenheit ihre Kritik zum Ausdruck zu bringen.

Das Gesundheitswesen unterwirft sich immer stärker der Ökonomie. Wirtschaftliche Interessen beeinflussen die Behandlung, Krankenhäuser sollen Gewinne erwirtschaften, gespart wird vor allem am Personal. Gesundheit und Menschenwürde bleiben dabei oft auf der Strecke. DIE LINKE fordert daher den Ärztemangel und das Kliniksterben zu stoppen, 100.000 KrankenpflegerInnen und 40.000 AltenpflegerInnen mehr, einen gesetzlichen Personalschlüssel und einen Mindestlohn von 14,50 Euro in der Altenpflege. Menschen vor Profite: Pflegenotstand stoppen!

DIE LINKE bei der Fukushima-Demo in Neckarwestheim

 
Am vergangenen Sonntag haben ca. 800 Menschen am 7. Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima in Neckarwestheim demonstriert. Auch der Ortsverband Marbach-Bottwartal der LINKEN hatte zur Teilnahme aufgerufen und seine Mitglieder beteiligten sich zahlreich. Der japanische Journalist Masao Fukumoto schilderte anschaulich die Folgen für die Bevölkerung in Japan.
 
Wir leben hier in unmittelbarer Nähe zum Atomkraftwerk Neckarwestheim. Die Erfahrungen von Fukushima und Tschernobyl zeigen, dass kein Atomkraftwerk 100%ig sicher ist und welche Folgen bei einem Störfall entstehen können. Trotzdem sind in der BRD immer noch 7 Atomreaktoren in Betrieb, darunter Neckarwestheim II. Diese AKWs sollen bis 2023 weiteren Atomstrom und Atommüll produzieren. Der beim Rückbau von Atomkraftwerken anfallende gering radioaktive Abrissmüll soll durch „Freimessen“ wie normaler Bauschutt wiederverwendet oder als Müll auf den kreiseigenen Deponien in Schwieberdingen und Vaihingen-Horrheim deponiert werden. Die Lehre für uns kann deshalb nur sein: Sofort abschalten und auch den Abrissmüll weiter gesichert unter Atomaufsicht einlagern. 
 
 
 

Neujahrsempfang der Linken mit Peter Grohmann

15. Januar 2018  Pressemitteilung

Peter Schimke

Der Kreisverband Ludwigsburg der Partei DIE LINKE lud am Samstag zu seinem traditionellen Neujahrsempfang ein, der diesmal im Staatsarchiv in Ludwigsburg stattfand. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Sprecher des Kreisverbands Peter Schimke die zahlreichen Gäste. Schimke, der für seine Partei im Kreistag und im Gemeinderat von Vaihingen/Enz sitzt, nannte in seinem Rückblick über das vergangene Jahr drei Themen, die DIE LINKE im Kreis 2017 nachhaltig beschäftigt hatten und die auch weiterhin von Bedeutung sind: Eine Entsorgung „frei gemessenen“ radioaktiven Bauschutts aus dem Kernkraftwerk in Neckarwestheim auf den Deponien Froschgraben in Schwieberdingen und Burghof in Vaihingen-Horrheim lehne DIE LINKE nach wie vor ab, erklärte Schimke. Hier habe man im Kreistag zwar eine Niederlage kassiert, werde aber weiter „Druck aufbauen“, um zu verhindern, dass radioaktive Abfälle auf „normalen“ Deponien landen.

Als zweites Thema nannte Schimke die Forderung der Kreis-Linken nach einem Sozialticket im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). Die Einführung eines solchen Sozialtickets für „arme Menschen im reichen Landkreis Ludwigsburg“ habe die Kreistagsfraktion der Linken bereits mehrfach beantragt. Und drittens gäbe es da noch ein weiteres „Ärgernis“, meinte Schimke: Im Kreis existierten nicht genügend preiswerte Mietwohnungen für sozialschwache Menschen. „Wohnen ist kein Luxus, sondern muss bezahlbar sein. Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum in kommunaler oder genossenschaftlicher Hand“, bekräftigte der Linken-Kreissprecher und forderte den Landkreis dazu auf, hierbei eine aktivere Rolle einzunehmen

2018 sei ein „spannendes Jahr“, sagte Schimke anschließend in seinem Ausblick in die Zukunft und kam dabei zunächst auf die Regierungsbildung in Berlin zu sprechen. Ein „großer Wurf“ sei indes nach den Sondierungsverhandlungen nicht zu erwarten, so Schimke. Viele soziale Fragen seien nicht erörtert worden und somit „auf der Strecke geblieben“. Ob im Bund, im Land oder im Kreis – DIE LINKE setze sich weiterhin für mehr soziale Gerechtigkeit und gegen die Verschwendung von Steuergeldern wie beim Großprojekt Stuttgart 21 ein.

Peter Grohmann

Als Gastredner hatte der Kreisverband diesmal den bekannten Stuttgarter Schriftsteller und Kabarettisten Peter Grohmann eingeladen. Der renommierte, mittlerweile 80-jährige Mitgründer der Initiative „Die AnStifter“ richtete einen humorvoll wie ernst gemeinten Appell gegen die „Ausbeutung von Mensch und Natur“ an seine Mitbürgerinnen und Mitbürger. In Anspielung auf den Massentourismus in manchen Urlaubsländern klagte Grohmann, immer mehr Menschen machten sich eine „imperiale Lebensweise“ zueigen.  Am Beispiel der Kanarischen Inseln verdeutlichte er, der Tourismus bringe den Einheimischen keine Arbeit – dafür aber die Wohnungsnot. Wohnraum sei mehr und mehr nur für die Reisenden bestimmt, die wiederum im Gegenzug „vermüllte Strände“ hinterließen. Die Länder des Südens drohten angesichts des übergriffigen Verhaltens der Weißen im Chaos zu versinken.

R.E.A.C.H. Country

Für all dies versuchte Grohmann das Bewusstsein der Anwesenden zu wecken. „Gewöhnt Euch nicht an das Gewöhnliche“, lautete sein Credo. Der Kabarettist appellierte an sein Publikum, sich für eine sozialere Politik einzusetzen. Nach dem Vortrag gab es noch genügend Zeit für lockere Gespräche – für die musikalische Umrahmung sorgte die Band R.E.A.C.H. Country.

 

Kreistagsfraktion will Wohnungsbau durch den Landkreis

22. Oktober 2017  Allgemein, Pressemitteilung

von links nach rechts: Peter Schimke, Walter Kubach, Anne Jeziorski, Hans-Jürgen Kemmerle

DIE LINKE Kreistagsfraktion traf sich am vergangenen Wochenende zu einer Klausur in Ludwigsburg. Im Mittelpunkt stand die sich zuspitzende prekäre Situation auf dem Wohnungsmarkt im Landkreis. Die Fraktion kritisiert die auch schon in der lokalen Presse benannten Wohnungsleerstände aus Spekulationsgründen.

Als wichtigste Ursache sieht sie daneben den Rückzug aus dem sozialen Wohnungsbau durch die politisch Verantwortlichen von Bund, Land und Kommunen. In dieser Situation muss der Landkreis seinen Teil der Verantwortung übernehmen. Zum Beispiel durch eine eigene sozial ausgerichtete Kreiswohnbaugesellschaft.

Ein weiteres Thema war die Forderung für die Einführung eines Sozialtickets im öffentlichen Personennahverkehr im Landkreis Ludwigsburg, wie es zum Beispiel bereits im Kreis Heilbronn und in der Stadt Stuttgart besteht.

Abschließend diskutierte DIE LINKE die geplante Erhöhung der Müllgebühren, die von der Fraktion kritisch gesehen wird.