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„Arbeitsmarktwunder“ basiert auf Billigjobs

04. Januar 2011  Allgemein

11.01.04 Sabine Zimmermann„Das Jahr 2010 war kein gutes Jahr, weder für Erwerbslose noch für Beschäftigte. Das sogenannte Wunder auf dem Arbeitsmarkt beruht auf dem Boom von Billigjobs wie Leiharbeit und Teilzeitarbeit. Das Normalarbeitsverhältnis – in Vollzeit und existenzsichernd entlohnt – wird immer mehr zum Auslaufmodell“, erklärt Sabine Zimmermann zum aktuellen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit. „Der sinkenden Arbeitslosigkeit steht eine steigende Zahl von Niedriglohnarbeitsplätzen gegenüber. Dieser Trend hat sich im letzten Jahr verstärkt. Die Leiharbeit hat im Vorjahresvergleich um über 32 Prozent zugenommen und eine neue Rekordhöhe erreicht, Teilzeitbeschäftigung stieg um vier Prozent. Die Zahl der Hartz IV-Aufstocker steigt kontinuierlich an. Die Bundesregierung muss endlich die Reißleine ziehen, um den endgültigen Crash des Arbeitsmarktes zu verhindern.“ Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„2010 war geprägt von der Untätigkeit der Bundesregierung, die sich geweigert hat, dem Lohndumping endlich einen Riegel vorzuschieben. Es ist beschämend, dass Deutschland fast das einzige Land in der EU ist, das keinen flächendeckenden Mindestlohn kennt. Genauso beharrlich weigert sich die Bundesregierung, im Bereich der Leiharbeit endlich das Prinzip ‚Gleiches Geld für gleiche Arbeit’ im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz festzuschreiben. Deutschland ist in Europa zum Motor der Niedriglohnbeschäftigung geworden. Dieser Entwicklung muss Einhalt geboten werden. DIE LINKE fordert, für 2011 endlich den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn und ‚Equal Pay’ bei der Leiharbeit einzuführen.“

Neujahrswunsch

04. Januar 2011  Allgemein

DIE LINKE Marbach/Bottwartal wünscht allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2011

Unser Wunschzettel 2011

24. Dezember 2010  Allgemein


Alles scheint gut. Deutschland hat die Krise besser gemeistert als erwartet. Die Wirtschaft wächst 2010 um 3,7 Prozent. Auch für 2011 sind die Prognosen positiv.

Zumindest für das erste Halbjahr. Aber wie geht es weiter? Und kommt der Aufschwung diesmal „bei den Menschen an“? Oder droht eine Wiederholung des letzten Jahrzehnts: explodierende Gewinne der Konzerne auf der einen Seite und Reallohnverlust, immer mehr Armut und schlechte Jobs auf der anderen?

In Europa setzen viele Regierungen unter dem Druck der EU eine brutale Kürzungspolitik durch. Auch Schwarz-Gelb will die Staatsfinanzen durch weiteren Sozialabbau sanieren. Grund zum Feiern haben nur die Reichen: Gewinne und Vermögen wachsen wieder rasant, von Belastungen bleiben sie verschont.

Billige Sprüche für bessere Löhne helfen nicht weiter. Wer es ernst meint mit mehr Gerechtigkeit, muss was dafür tun:

  • für den gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von mindestens 10,00 Euro;
  • in der Leiharbeit gleicher Lohn für gleiche Arbeit ohne Wenn und Aber;
  • für reguläre Arbeit statt Befristungen;
  • gegen Armut und „Arbeit um jeden Preis“ im Hartz-IV-System und
  • mehr und bessere öffentliche Leistungen, finanziert durch gerechte Steuern wie die Vermögensteuer.

Wünschen allein reicht dafür nur, wenn man an den Weihnachtsmann glaubt.

Denn: Gerechtigkeit ist kein Geschenk!